„Ich fahre nur noch mit Bauchschmerzen nach Hause.“ Dort, in einem plattenbaureichen Stadtteil von Sonneberg, herrscht am sonntäglichen Mittagstisch immer öfter eisige Stimmung. Kristin arbeitet und lebt in Oberfranken, aufgewachsen ist sie in der Südthüringer Kleinstadt mit knapp 28 000 Einwohnern. Der Vorname der 42-Jährigen ist verändert, einen Nachnamen will sie überhaupt nicht in der Zeitung lesen. Damit es nur keine Verwechslung gibt und niemand anders in Verdacht gerät.