Schneechaos Stadtbusverkehr zeitweise ausgesetzt

, aktualisiert am 18.01.2023 - 12:23 Uhr

Nach starken Schneefällen am Morgen hat die SÜC den Stadtbusverkehr in Coburg vorübergehend eingestellt. Die Coburger Polizei zählt mehr als 30 Verkehrsunfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich am Mittwochmorgen zwischen 6 Uhr und 11 Uhr.  

„Die Busse, die schon unterwegs waren, stehen an den Haltestellen“, erklärt Antje Leipold, Leiterin der Abteilung für  Unternehmenskommunikation von der SÜC, am Morgen auf Anfrage der Neuen Presse. Nach mehreren Unfällen konnten die Stadtbusse nicht mehr weiterfahren, es ginge um die Sicherheit aller. Es sei das erste Mal überhaupt, dass der Verkehrsbetrieb solche Maßnahmen habe ergreifen müssen, so Herzog. Seit kurz nach 10 Uhr hätten die Busse den Betrieb aber wieder aufnehmen können, hieß es.

Im Coburger Stadtgebiet war am Morgen zu beobachten, wie zahlreiche Schülergruppen aus Bussen ausstiegen und sich zu Fuß auf den Weg zu den Schulen machten. Autos drehten um, weil kein Durchkommen mehr war, Fahrzeuge standen auf den Straßen quer. Auf der Autobahn Bamberg-Suhl kam es zu mehreren Unfällen und liegen gebliebenen Fahrzeugen. Auf den Bundesstraßen 303 und 4 bildeten sich kilometerlange Staus, ebenso zwischen Weitramsdorf und Coburg. Die Räum- und Streudienste der Straßenmeistereien und der Gemeinden waren pausenlos im Einsatz. Am Vormittag entspannt sich die Situation auf den Straßen des Coburger Landes wieder. Zwar wird weiter vor Glätte gewarnt, aber die wichtigsten Fahrbahnen sind weitgehend frei.

Von insgesamt 30 Unfällen, zu denen Coburger Polizisten am Morgen gerufen wurden, gingen 26 glimpflich aus und endeten mit Sachschaden. Das teilte die Polizei am Mittag mit. Bei vier weiteren Unfällen verletzten sich die Fahrzeuginsassen und ein Ersthelfer leicht. An Gefällstrecken wie dem Kürengrund oder dem Judenberg blockierten mehrere Lastwagen die Fahrbahn. Den bislang entstandenen Schaden schätzen die Polizisten auf insgesamt mindestens 100.000 Euro.

Noch am Vormittag informierten einige Schulen, darunter die Realschule Coburg 2, die Eltern darüber, dass sie ihre Kinder als „wetterbedingt krank“ melden sollen, falls sie es nicht bis zur Schule geschafft haben. Nach aktuellen Informationen soll der Unterricht am Donnerstag wie gewohnt stattfinden. „An allen Standorten findet der Unterricht wie gewohnt statt“, erklärt Karina Kräußlein-Leib, Direktorin am Coburger Schulamt. Fälschlicherweise sei aus einer nicht dafür autorisierten Quelle am Morgen die Information an Eltern weiter gegeben worden, dass in Untersiemau die Schule geschlossen bleibe. Dies sei nicht der Fall. Alle Kinder, die dort angekommen sind, würden auch regulär nach Stundenplan unterrichtet, so Kräußlein-Leib. Sie berichtet weiter, dass allerdings in den Schulen überall sehr viele Kinder fehlten. Weitergehende Probleme gebe es aber nicht: Die Schüler, die am Morgen zur Schule gestartet sind, seien inzwischen entweder dort oder wieder zu Hause angekommen. ccs/wb

Autor

 

Bilder