Martin Leffler, stellvertretender Amtsleiter des Veterinäramtes des Ilm-Kreises, zu dem Schmiedefeld bis zum 1. Januar gehörte, sagt auf Nachfrage zur Tollwut-Situation im Kreis: "Seit 2008 ist Deutschland offiziell tollwutfrei. Schon davor gab es seit Jahren keine Vorfälle mehr, auch nicht im Ilm-Kreis. Regelmäßig werden Füchse im Ilm-Kreis untersucht: Vier Füchse pro 100 Quadratkilometer, das macht 20 im Jahr. Das aktive Monitoring wird von den Jägern unterstützt. Bisher wurden keine tollwütigen Tiere gefunden."
Er rät, dass ein Mensch, der von einem Fuchs oder einem anderen verhaltensauffälligen Tier gebissen wird, umgehend zum Arzt gehen sollte. "Gut ist es auch, das Tier auf seinen Impfstatus prüfen zu können, wenn möglich. Außerdem sollten vor allem verhaltensauffällige Wildtiere stets dem Jäger bzw. dem Veterinäramt gemeldet werden. Über illegale Tier-Einfuhren kann nie ganz sichergestellt werden, ob Tiere einen entsprechenden Impfstatus haben. Viele Länder in Europa sind auch noch nicht tollwutfrei, und Tiere machen keinen Halt an Grenzen", so der stellvertretende Amtsveterinär.
Auch bei der Stadt Suhl wusste man am Mittwoch noch nichts von den Vorfällen. "Wir sind wirklich erschrocken, nehmen das sehr ernst und werden uns selbstverständlich sofort darum kümmern", so Sprecherin Ingrid Pabst auch im Namen des städtischen Ordnungsamtes. Jedoch, fügt sie hinzu, sei es wichtig, dass Betroffene bei solchen Fällen die Polizei, Bürgerberatung oder das Ordnungsamt informieren. "Denn nur wenn wir Kenntnis haben, können wir auch handeln", appelliert Ingrid Pabst. Das Ordnungsamt werde sich nun des Fuchs-Themas annehmen, sichert sie zu.