Schmalkalden/Suhl – Das SRH Zentralklinikum Suhl ist mit 604 Betten, ca. 1100 Beschäftigten, 22 eigenständigen Fach- und Teilgebieten der Medizin sowie zwölf spezialisierten Zentren das größte Krankenhaus Südthüringens und feiert in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag.

Aus diesem Grund laden die Verantwortlichen zu einem Tag der offenen Tür am Samstag, 7. September, ab 10 Uhr nach Suhl ein und gingen mit fünf öffentlichen Veranstaltungen in die Region. Nach Ilmenau, Hildburghausen, Sonneberg und Suhl ist die Schmalkalder Nougat- Welt die letzte Station. „Wir wollen unsere Leistungen den Menschen vor Ort bekanntmachen“, begründet Christian Weberus, Referent der Geschäftsführung, diese etwas ungewöhnliche Art, einen halbrunden Geburtstag zu feiern. Ganz gezielt habe man die Marketingoffensive gestartet, wohl wissend, dass es in diesen Städten auch eigene Krankenhäuser gibt. „Sie bieten die örtliche Grundversorgung. Wir sind ein Haus der Maximalversorgung und stehen als solches auch als Schwerpunktversorger mit überregionalem Auftrag im Krankenhausplan des Landes“, erklärt André Raffel, zuständig für Qualitätsmanagement und den Bereich Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit. Weberus und Raffel werben mit Pflegedirektorin Susanne Ludwig und Chefärzten für ihr Klinikum in ganz Südthüringen.

Mit rund 27 500 stationären und 40 000 ambulanten Patienten pro Jahr stehe das SRH Zentralklinikum gut da, die Zahlen seien stabil, steigen sogar, weiß Oliver Heine, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Im dortigen Pränatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe werden Neugeborene, vor allem Frühchen, aus ganz Südthüringen versorgt. „Von knapp 800 Geburten sind nur 200 aus der Stadt Suhl“, berichtet Heine.

Da aber jedes Jahr die Kosten steigen (Betriebskosten, Tariferhöhungen), werde es immer schwieriger, auch künftig schwarze Zahlen zu schreiben, ergänzt Raffel. Was das Klinikum bislang tue. Auch aus diesem Grund gehe man, regional gesehen, in die Breite, um sich bekanntzumachen. Diese Offensive wäre allerdings nicht nötig, wenn das Suhler Klinikum abrechnen könnte wie ein vergleichbares Haus in Rheinland- Pfalz. „Dann hätten wir ca. 7,5 Millionen Euro Umsatz mehr. Der liegt momentan bei ca. 100 Millionen Euro im Jahr“, rechnet André Raffel vor. Der Grund für die Mindereinnahme sei der Landesbasisfallwert, der einheitliche Preis, der in einem Bundesland für stationäre Leistungen festgelegt ist. Und er ist in Thüringen viel niedriger als in anderen Bundesländern. Ein Fakt, den auch die Geschäftsführung des Schmalkalder Elisabeth-Klinikums als Grund ins Feld führt, wenn es um die tarifliche Angleichung geht. Um die Politiker für diese Probleme zu sensibilisieren, lud die Geschäftsführung des SRH Zentralklinikums jüngst zu einer politischen Krankenhausvisite ein. Denn das Land kürzte zu der erst schon durch den Basiswert bestehenden Ungleichheit auch noch die Fördermittel um 44 Prozent, was für das Suhler Haus ein Minus von 750 000 Euro bedeute. swo
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www.zentralklinikum-suhl.de


Gesundheitsforum in der viba-Nougatwelt

Wann? Donnerstag, 5. September

Was? Ab 16 Uhr Gesundheits-Parcours mit Messstationen für Puls, Blutdruck, Körperfett, Blutzucker; dazu Möglichkeit der Blutspende beim ITM Suhl;

ab 17 Uhr Vorträge von Chefärzten der Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, für Augenheilkunde, für Allgemein- und Viszeralchirurgie, für Nuklearmedizin sowie des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Traumatologie (jeweils 15 bis 20 Minuten mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen);

Eintritt frei. Eingeladen sind Bürger, Patienten, niedergelassene Ärzte und Interessierte.