Brotterode - Nach dem Brand von Brotterode ist nun der Stiefvater des getöteten siebenjährigen Mädchens als Tatverdächtiger in Haft genommen worden. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Gegen ihn sei am Dienstagnachmittag vom Amtsgericht Meiningen der Haftbefehl erlassen worden. Der 41-jährige Lebensgefährte der Frau sei nicht geständig gewesen. Nach der Verkündung des Haftbefehls sei der aus Brotterode-Trusetal stammende Mann in die Justizvollzugsanstalt Suhl-Goldlauter gebracht.

Bei dem Brand konnte ein siebenjähriges Mädchen nur noch tot geborgen werden. Die Mutter und die 14 Jahre alte Schwester wurden mit schwersten Verletzungen gerettet.

Die Kriminalpolizeiinspektion Suhl hatte den Brand am 2. Juli in einem Wohnhaus in Brotterode untersucht. Die Ermittlungen hätten dazu geführt, dass der 41-Jährige dringend tatverdächtig sei, den Brand gelegt zu haben.

Die kleine Lea-Sophie wird am Freitag, 30. August, in Brotterode beerdigt. Dies machten ihre Eltern in einer Traueranzeige für "unseren Engel" am Mittwoch bekannt. Der Mann, der von den Ermittlungsbehörden als mutmaßlich für ihren Tod Verantwortlicher gesehen wird, ist in dieser Anzeige als trauernder "Stiefvater Roberto" aufgeführt. cob/swo