Schmalkalden - Christiane Köpler macht sich gerne schmutzig. Das bleibt auch nicht aus in ihrem Beruf, der mit Staub, vor allem aber mit großer Liebe zu einem Material zu tun hat, das für die einen hart und kalt ist, für Christiane Köpler aber mit Vielfalt und Kreativität verbunden ist. Die 48-Jährige haucht Steinen Leben ein, bringt sie zum sprechen, erschafft Kunstwerke, die überleben, auch wenn die, für die sie gemacht sind, längst verstorben sind. Als Steinmetzmeisterin arbeitet sie in der vierten Generation im Betrieb, den einst ihr Urgroßvater Emil Köpler gegründet hatte. Seit 1896 hinterlässt der Firmennamen Spuren auf den Friedhöfen in der Region. Zu sehen, was da im Laufe der Jahrzehnte geschaffen wurde, mache stolz, auch auf einen Beruf, der "sehr schön" sei. Christiane Köpler jedenfalls möchte nichts anderes machen.
Schmalkalden Sprechende Steine
Von Katja Schramm 06.06.2013 - 00:00 Uhr