Schmalkalden - Auch wenn es 3000 Gäste weniger waren als 2010: Kai Lehmann ist mit den Besucherzahlen vollauf zufrieden. Der Museumsleiter hatte angesichts der Baustellen in und um Schmalkalden mit einem größeren Einbruch gerechnet. Zumal der Schlossberg viele Monate hindurch gesperrt und die fußläufige Umleitung über Lutherplatz, Hoffnung, Renthofstraße und Schlosstreppe schlecht ausgeschildert war. Unter den Reiseunternehmen hatte sich schnell herumgesprochen, dass in der Fachwerkstadt gebaggert, gebuddelt und gepflastert wird, weiß Lehmann. Die Busse sind halt um die Stadt herumgefahren. Aber auch die Individualreisenden, meist ältere Semester, hätten den schwierigen Aufstieg zum Schloss gescheut, zumal die Umleitung über Hoffnung, Pulverturmpassage und Renthofstraße schlecht ausgeschildert war. Besonders dramatisch ist es im März/April und im Spätherbst gewesen. Gelitten unter den Bauarbeiten auf dem Lutherplatz und am Schlossberg hat vor allem die Pächterin des Cafés. Sie musste aufgeben, bedauert der Museumsleiter. Schuldzuweisungen allerdings liegen dem Historiker fern: Wo gehobelt wird, fallen Späne, zitiert er ein altes Sprichwort.
Schmalkalden Das Jahr 2011 im Museum Wilhelmsburg
Redaktion 26.01.2012 - 00:00 Uhr