Schmalkalden - Der Kindergarten geschlossen, die Schule aufgelöst: In Schmalkaldens zweitgrößtem Ortsteil Asbach müssen die Senioren selbst Weihnachtslieder singen, wenn sie sich zur Adventsfeier im Mehrzweckgebäude treffen. Mit diesem trüben Bild eröffnete Bürgermeister Thomas Kaminski sein leidenschaftliches Plädoyer für die Nutzung des einstigen Schulgebäudes als ländliches Bildungszentrum für Kinder zwischen einem Jahr und zehn Jahren. Zur Stadtratssitzung am Montagabend stellte er das erste Mal dieses Konzept vor, das in den vergangenen vier Wochen von Mitarbeitern seines Bauamtes unter "Hochdruck" erarbeitet worden ist, wie der Stadtchef die kurzfristige Zusendung der Unterlagen an die Fraktionsvorsitzenden begründete. Kaminski erfüllte damit die Hausaufgabe, die ihm vom Rat im Rahmen der Haushaltsdebatte aufgegeben worden war: Nämlich die mit 217 500 Euro bezifferte energetische Sanierung der ehemaligen Schule in Asbach mit Zahlen und Fakten zu untermauern. 40 000 Euro hatte das Gremium vorerst bewilligt und hinter dem Restbetrag - weil es noch zu viele offenen Fragen gab - einen Sperrvermerk verhängt.