Schleppertreffen in Pferdsdorf Trecker aus allen Himmelsrichtungen

Lutz Rommel

Der Sound von tuckernden Dieselmotoren war überall auf dem Lindenrasen in Pferdsdorf zu hören. Zum 19. Schleppertreffen kamen mehr als 200 Traktoren und andere Fahrzeuge.

In Pferdsdorf wurde mit dem 19. Schleppertreffen nahtlos an die alten Zeiten vor Corona angeknüpft. Proppevoll präsentierte sich der Lindenrasen, wo es von Menschen und Maschinen nur so wimmelte, die gute Feierlaune gleich inbegriffen. Richtig Bock hatten natürlich die Schlepperfreunde Pferdsdorf, ihr großes Event endlich wieder präsentieren zu können – dauerte die Wartezeit vom letzten Treff her doch viel zu lange.

Leicht angespannt beobachtete Treckerchef Gerd Jacob zunächst die sonntäglichen Vorbereitungen des anstehenden Umzuges durchs Dorf und stellte ernüchtert fest, dass kaum ein Traktor zu gegen war. „Was ist hier los?“, fragte er sichtlich besorgt. Auch die Musikkapelle ließ scheinbar auf sich warten. Doch die war schon da und hatte unbemerkt die Bühne eingenommen. Alles wendete sich also schnell zum Guten, denn plötzlich zogen die Trecker aller möglichen Fabrikate aus sämtlichen Himmelsrichtungen rechtzeitig in großer Zahl ein und nahmen Aufstellung zum imposanten Umzug durch Pferdsdorf, wo auch in manchem Hof beim Zuschauen kräftig Party gefeiert wurde. Erleichtert stellte Obertraktorist Jacob fest: „Es läuft ja doch alles bestens.“

Der Startschuss zur Präsentation der zahlreichen Dieselrösser mit ihrem unverkennbaren Motorensound und dem entsprechenden „Stallgeruch“ war gegeben. Über 200 Fahrzeuge schlängelten sich letztlich Richtung Festgelände. Dort hatte die „Schlepperpolizei“ alle Hände voll zu tun, um die Gefährte im vorderen und hinteren Parkbereich ordnungsgemäß abzustellen. In erster Linie präsentierten sich natürlich Traktoren der kompletten Bandbreite, aber auch andere historische Nutzfahrzeuge, Mopeds, Motorräder und Pkw-Oldtimer zählten zur dicht gedrängten Ausstellung. Nach dem Umzug stürmten zudem unzählige Besucher den Lindenrasen. Sie hatten neben der Technik ihren Spaß bei Südtiroler Livemusik mit Alex Pezzei und bei Herbi&Friends, die kräftig in die Tasten griffen. Wer hoch hinaus wollte, konnte mit dem Autokran das Gelände von oben betrachten oder mit etwas mehr Action eine Helikopterrunde drehen. Auch für die Kinderunterhaltung war wie immer gut gesorgt, genauso wie für die kulinarischen Genüsse.

Schon am Samstag waren die ersten Besucher angereist und hatten ihre Wohnwagen aufgebaut. Nach dem gut besuchten abendlichen Schleppergottesdienst, den Pfarrer Henning Voigt zelebrierte, wurde schon mal kräftig „angetreckert“, was die Stimmung aller Beteiligten ordentlich emporschnellen ließ.

Insgesamt lässt sich resümieren, dass das diesjährige Schleppertreffen wieder ein voller Erfolg war. Gerd Jacob sprach voller Stolz über seine gesamte Truppe, wie man es wieder schaffte, die Treckerregion rund um das Ulstertal und weit darüber hinaus zu begeistern. Gleichzeitig zollte er auch allen anderen Helfern ein riesiges Lob, die sich mit eingebracht hatten, um Pferdsdorf einmal mehr zum Traktormekka zu machen. Schon jetzt freuen sich alle auf das nächste Treffen im kommenden Jahr, wenn der Lindenrasen wieder seine Pforten für die Traktorliebhaber öffnen wird.

Die Planungen werden schon bald starten, denn nach dem Treffen ist bekanntlich vor dem nächsten Treffen.

 

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