Reifenwechseln Wie ist die Mindestprofiltiefe bei Winterreifen?

Felix Mahler
So sieht es noch nicht aus, aber „Winter is coming“. Foto: dpa/Marijan Murat

Der Oktober steht vor der Tür. Und damit auch eine neue Saison, wenn es um die richtigen Reifen für ihr Auto geht. Von wann bis wann sollten Winterreifen gefahren werden und was gibt es noch zu beachten?

In Deutschland gibt es keine allgemeine Winterreifenpflicht. Es gibt aber eine sogenannte „situative Winterreifenpflicht“. Eine Pflicht für Winterreifen ist vom Wetter abhängig. Wer dann mit falschen Reifen fährt, riskiert eine Strafe. Beispiele wären: Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Es gibt ein Symbol, das echte Winterreifen kennzeichnet: das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocke mit drei Bergspitzen). Es gibt auch das Symbol „M+S“ für „Matsch und Schnee“. Diese Reifen erfüllen aber in Deutschland nicht mehr die Eigenschaften für Winterreifen. Sie sind nur noch mit einer Übergangsfrist bis 2024 erlaubt.

Fünf Dinge, die sie unbedingt beachten sollten

Die „Allianz Autowelt“ nennt Regeln für mehr Sicherheit. Eine bekannte Faustregel ist die „O bis O“-Regel. Danach sollen von „O“ für „Oktober“ bis „O“ für „Ostern“ Winterreifen gefahren werden. Eine zweite Regel kümmert sich um die Temperatur. Wenn es wärmer als sieben Grad ist, funktionieren Sommerreifen besser als Winterreifen. Auch die Profiltiefe ist wichtig. Gesetzlich sind 1,6 Millimeter vorgeschrieben. Winterreifen sollten aber eine Mindestprofiltiefe von drei bis 4 Millimetern haben, heißt es. Für eine gleichmäßige Abnutzung sollte man die Reifen auch von Winter zu Winter achsweise wechseln. Mit den selben Winterreifen sollte man nicht ewig fahren. Zeit für einen neuen Satz Reifen sollte es nach sieben, spätestens aber nach zehn Jahren sein.

Fünf Dinge, die sie bitte vermeiden sollten

Es gibt natürlich auch Regeln für Dinge, die man vermeiden sollte. Man sollte keine Winterreifen kaufen, die älter als drei Jahre alt sind. Man sollte aufgrund der unterschiedlichen Griffigkeit keine Kombination aus Sommer- und Winterreifen verwenden. Eine weitere Regel bedarf dem Blick fürs Detail. Es kann vorkommen, dass die Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen unter der Höchstgeschwindigkeit des Autos liegt. Hier muss man einen Aufkleber im Blickfeld des Fahrers aufkleben. Diesen also nicht entfernen. Da sie der Korrosion eher standhalten sind Leichtmetallfelgen besser geeignet. Die Winterkompletträder haben in der Regel Alufelgen. Auch Spikereifen sollte man nicht aufziehen. Sie sind in Deutschland verboten.

Zum Bußgeld werden Angaben gemacht. Wird man beim Fahren mit Sommerreifen erwischt, kostet das einen 75 Euro. Behindert man dabei andere Verkehrsteilnehmer wird es um fünf Euro teurer. Gefährdet man dadurch andere Verkehrsteilnehmer, dann liegt das Bußgeld bei 100 Euro. Verursacht man aufgrund dessen einen Unfall, kann man mit 120 Euro rechnen. Jeweils kommt auch ein Punkt in Flensburg dazu.

 

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