Erfurt – Schon als Bodo Ramelow noch nicht Thüringer Ministerpräsident war, hatte er die sozialen Medien für sich entdeckt. Mit allen ihren Vor- und Nachteilen, mit allen Höhen und Tiefen, die solche eine Entdeckungstour mit sich bringt.
Ein paar Jahre, ehe er Regierungschef des Freistaats wurde, so erzählte der Linke, habe er in seiner ersten Zeit beim Kurznachrichtendienst Twitter einige der ganz großen Fehler gemacht Unter anderem, sagte Ramelow damals, habe er sich in der Twitter-Welt auf schier endlose Diskussionen mit „Trollen“ eingelassen; also mit Nutzern, die in den sozialen Netzwerken vor allem Hass und Hetze und schlechte Laune verbreiten. Inzwischen ist kaum ein deutscher Ministerpräsidenten im Netz so aktiv wie Ramelow. Vor allem auf Facebook, auf Twitter und mit einem eigenen Online-Tagebuch.