Seit drei Jahrzehnten stehen die Ställe des einstigen Gutshofs leer. Zu DDR-Zeiten wurden hier Schweine gehalten, inzwischen verfallen die Gebäude zusehends. Es gab schon einige Pläne mit dem Areal, das Valentin Greiderer von der Immobiliengesellschaft IMOG nach der politischen Wende erwarb. Erst sollten auf dem Gelände Wohnhäuser entstehen. Doch weil die Stadt Meiningen aus Sicht der Genehmigungsbehörden damals zu viele Wohngebiete vorhielt, wurde die Idee fallengelassen. Greiderer versuchte dann, hier 30 Ferienhäuser samt Jugendherberge mit 120 Plätzen sowie Sporthalle, Diskothek und Minigolfplatz zu bauen. Doch auch daraus wurde nichts. Inzwischen gibt es Pläne, den Stillhof in ein Gewerbegebiet zu verwandeln und hier Firmen anzusiedeln. Die Stadtpolitiker stehen mit Blick auf die marode frühere Schweinemastanlage und fehlenden Ansiedlungsflächen dem Vorschlag offen gegenüber. Auch wenn es aktuell keine Firmenanfrage zur Ansiedlung in Meiningen gebe, wie Bürgermeister Fabian Giesder sagte. Mitglieder des Bauausschusses signalisierten bei einer Vor-Ort-Visite im März ihre Unterstützung für ein Gewerbegebiet. Noch nicht klar ist die Größe der einzelnen Parzellen. Fest steht aber, dass für größere zusammenhängende Flächen Auffüllarbeiten nötig werden mit dem entsprechenden Aufwand. Die Stadt wartet jetzt auf den Vorschlag des Grundstückseigentümers.