Oberzella Fünf Katzen vergiftet: Anzeige erstattet

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Felix (links) und Ronja konnten gerettet werden. Foto: privat

Felix und Ronja, die beiden Katzen des Oberzellaers Siegfried Domann, konnten Tierärzte mittels Infusionstherapie gerade noch vor dem Gifttod retten. Für drei weitere, wild lebende Katzen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Oberzella - Mehrere Katzen wurden in Oberzella vergiftet. Siegfried Domann, der in der Martinstraße 25 wohnt, fand seine beiden Samtpfoten Ronja und Felix (beide zehn Monate alt) sowie drei wild lebende Jungkatzen mit schweren Vergiftungserscheinungen. Die Tierarztpraxis Dr. Ulrike Simon und Dr. Mathias Weber rettete die beiden Kätzchen des Oberzellaers mittels einer langwierigen Infusionstherapie. Siegfried Domann ist dem Praxisteam hierfür sehr dankbar. Für die drei wild lebenden Katzen kam trotz tierärztlicher Behandlung jede Hilfe zu spät. Der Bluttest ergab, dass eine durch Rattengift hervorgerufene Blutgerinnungsstörung die Tiere in die lebensbedrohliche Situation gebracht hatte.

Das Revier der vergifteten Katzen befindet sich im hinteren Teil der Martinstraße und in der Hinteren Feldstraße. „Dort könnten sie das Gift aufgenommen haben“, vermutet Domann. Einen Unfall durch eine vergiftete Maus schließt er bei fünf vergifteten Tieren aus und erstattete Anzeige bei der Polizei.

„In Oberzella gibt es mehrere wild lebende Kätzinnen, die ab und zu Nachwuchs haben. Sie können gefangen und kastriert werden. Mein Rat steht jedem zur Verfügung“, erklärt Siegfried Domann. Er selbst habe vor ein paar Tagen eine Katze mit vier Jungen gefangen und über die Dorndorfer Tierpension Blaufuß vermittelt. Er könne auch die benötigten Lebend-Fallen vermitteln. „Nehmt bitte Fallen ohne Gift. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, Gift gegen unerwünschte Nager auszulegen, dann bitte nur in speziellen Köderfangboxen – zum Schutz unserer Kätzchen“, appelliert der Oberzellaer.

 

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