„Einen Moment bitte, ich komme gleich.“ Eifrig hantiert Alina Henfling-Koliada noch mit der Heißklebepistole. Den kleinen, grünen Deko-Apfel drückt sie auf die große Bastschleife. Die 31-Jährige rückt die Weinflasche im Korb noch ein wenig zurecht; schaut prüfend über ihre Brille. „So ist es gut“, sagt sie zufrieden und drapiert das Schleifenband um die Folie. Nun kommt der Präsentkorb in den Kühlschrank. Dass Alina Henfling-Koliada keine ausgebildete Feinkost-Händlerin oder Dekorateurin ist, das merkt man ihr nicht an. Und auch, dass sie sich überhaupt erst seit wenigen Monaten damit befasst, welcher Käse besonders aromatisch schmeckt, welcher der Schinken in ihrer Theke wie lange reift und welche der schokoladigen Pralinen am leckersten sind, merkt man der Wahl-Ilmenauerin mit russischen Wurzeln nicht an.