Nach Brand in einem Busdepot „Ein Solaris-Bus ist noch nicht abgebrannt“

Caroline Berthot
Ein E-Bus des Herstellers Solaris in der SNG-Fahrzeughalle Foto: frankphoto.de

Ein Elektrobus hat einen Brand in einem Depot in Stuttgart ausgelöst. Durch die vier E-Busse des Herstellers Solaris, die in Suhl fahren, sieht die SNG derzeit keine akute Gefahr.

Suhl - Die Berichte über den Brand in einem Busdepot in Stuttgart, der mutmaßlich von einem E-Bus verursacht wurde, haben auch die SNG erreicht. „Wir verfolgen das Thema natürlich“, sagt Sven Fournes, Leiter des Betriebshofs der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft (SNG) Suhl/Zella-Mehlis. Eine direkte Gefahr durch die vier Elektrobusse, die in der Fahrzeughalle der SNG untergebracht sind, sieht der Kfz-Technikermeister aber nicht. „In Stuttgart hat ein Evo-Bus gebrannt, ein anderes Modell, ein anderer Hersteller als unsere Busse“, erklärt er. Daher bestehe, anders als in München, wo vorsorglich alle Elektrobusse des gleichen Modells aus dem Verkehr gezogen wurden, kein Handlungsbedarf, sagt Sven Fournes. Die E-Busse der SNG verkehrten weiterhin auf den Suhler Straßen.

Noch fehlen Informationen zum Brand

Ohnehin sei es schwierig, mit solchen Meldungen umzugehen, meint der Fachmann. Es sei kaum an Informationen zu kommen, was tatsächlich passiert sei. Wurde der Brand beim Laden ausgelöst? War etwas mit der Ladesäule nicht in Ordnung? Oder war es doch die Batterie? Wenn ja, welche Art von Batterie war es? Das sei alles nicht geklärt, wäre aber wichtig, um den Vorfall einordnen zu können, meint Sven Fournes.

Generell könne man nicht von einer größeren Gefahr von Elektrofahrzeugen ausgehen. „Die Brandlast eines E-Busses ist der eines Dieselbusses ähnlich. Bei dem einen ist es die Batterie , bei dem anderen der Dieseltank. Die Reifen sind die gleichen, die Innenausstattung ist die gleiche, und da ist insgesamt viel Öl verbaut in so einem Bus.“ Wenn es zu einem Brand komme, dann greife der schnell um sich, unabhängig vom Antrieb, sagt Sven Fournes.

Die nötigen Vorkehrungen getroffen

Eine Brandschutzmeldeanlage ist in der SNG-Bushalle bereits installiert, eine weitere Begehung mit der Feuerwehr steht an, wenn die Ladesäulen angeschlossen sind. „Das meiste passiert sowieso unterwegs“, weiß der Kfz-Technikermeister. Alle Teile in Schuss zu halten und den Motorraum zu reinigen, sei daher auch aktiver Feuerschutz.

Ansonsten beruhigen Sven Fournes die Fakten. Der polnische Hersteller Solaris, der auch die Elektrobusse der SNG gebaut hat, sei Vorreiter auf dem Gebiet und habe europaweit viele Erfahrungen gesammelt, was sich wohl auszahle. „Trotz längerer Kilometer-Laufleistung – ein Solaris -Bus ist noch nicht abgebrannt.“

 

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