Möglicher Cyberangriff Auch Suhler IHK lahmgelegt

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Sind die Industrie- und Handelskammern Opfer von Hackern geworden? Foto: red/Silas Stein via www.imago-images.de

Die Industrie- und Handelskammer in Deutschland sind derzeit offline. Wegen eines möglichen Hackerangriffs ging auch die IHK Südthüringen vom Netz.

Wegen einer möglichen Cyberattacke sind die IT-Systeme der Industrie- und Handelskammern in Deutschland aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren worden. Das teilte Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen, am Freitag in Suhl mit. Auch die Südthüringer Kammer sei von der potenziellen Attacke betroffen und aktuell nicht erreichbar, so Pieterwas. Aktuell werde intensiv an Lösung und Abwehr gearbeitet. Sukzessive würden die IT-Systeme nach Prüfung hochgefahren.

Betroffen seien alle 70 IHK in Deutschland, sagte ein Sprecher der für die IT zuständigen IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GfI) in Dortmund. Die Webseiten seien nicht aufrufbar, auch die Telefonanlage sei betroffen. Das zentrale interne Verwaltungssystem läuft demnach aber weiter, wie es am Mittag hieß.

Man habe bereits am Mittwochnachmittag „Aktivitäten“ bemerkt, sagte der Sprecher. Daraufhin seien am späten Abend als Präventionsmaßnahme die IT-Systeme heruntergefahren worden. Man spreche aber weiter von einer „möglichen“ Cyberattacke, betonte der Sprecher.

Pieterwas erklärte, dass die Kammer ihre Dienstleistungen aktuell nur sehr eingeschränkt erbringen könne. So könnten zum Beispiel Prüflinge derzeit nicht ihre Prüfungsergebnisse der dualen Ausbildung abrufen. Für dringende Fälle hat die IHK Südthüringen eine Sonderhotline unter der Nummer 0175 53400 28 eingerichtet.

 

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