Als einzige Thüringerin Dorndorferin schafft es bei Miss Germany in die Top 40

Kommt auch die nächste Miss Germany aus dem Wartburgkreis? Die Chancen stehen gut. Melanie Panier aus Dorndorf hat es in der aktuellen Staffel unter die besten 40 Frauen geschafft. Als einzige Thüringerin.

Dorndorf - Spontan beworben, es niemandem erzählt und dann nicht mehr daran gedacht. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich weiter komme“, erzählt Melanie Panier am Mittwoch am Telefon und lacht. Umso überraschter war die 34-Jährige, als sie im Sommer die Nachricht bekam, es bei der aktuellen Miss-Germany-Staffel unter die besten 160 Teilnehmerinnen geschafft zu haben. Inzwischen gehört die Dorndorferin, die aus Sünna stammt, zu den Top 40 im Rennen um den Titel.

Nach der amtierenden Miss Germany Anja Kallenbach aus Tiefenort ist die zweifache Mutter damit die zweite Frau aus der Region, die bei dem Wettbewerb ganz vorne mitspielt. Dass die Teilnehmerinnen nicht nur gut aussehen, sondern auch eine Botschaft haben sollen, hat Melanie Panier überzeugt. Die Heilerziehungspflegerin, die in einer besonderen Wohnform für Menschen mit Beeinträchtigungen in Heringen arbeitet, möchte sich für das Thema Inklusion stark machen. „Ich möchte besonders auf die Barrierefreiheit aufmerksam machen und im besten Fall Google Maps damit erreichen. Denn hier ist es ein Leichtes, zusätzliche barrierefreie Wege anzuzeigen“, befindet sie.

Heilerziehungspflegerin sei ihr Traumberuf, denn hier könne sie Pflege und Kreativität verbinden, erzählt die 34-Jährige. Nach dem Schulabschluss hatte Melanie Panier in Baden-Württemberg eine Ausbildung zur Siebdruckerin absolviert. In der Heimat gab es in diesem Beruf jedoch keine Arbeit für sie. „Ich habe dann erst einmal als Quereinsteigerin im Seniorenheim gearbeitet und nach der Geburt meiner zweiten Tochter 2017 in Hünfeld eine Ausbildung begonnen.“ Und diesen Schritt habe sie bis heute nicht bereut.

Sprachloser Gatte

Genauso wenig wie die spontane Entscheidung, sich bei der Miss-Germany-Wahl zu beteiligen. Auch, wenn sie ihrer Familie und Freunden erst einmal reinen Wein einschenken musste, als sie es unter die besten 160 geschafft hatte. „Selbst mein Mann wusste nichts und war ziemlich sprachlos“, erzählt sie lachend. Von ihrem gesamten Umfeld erfahre sie jedoch große Unterstützung. „Momentan ist es Wahnsinn, was alles passiert und wie viele tolle Menschen ich auf meiner bisherigen Reise schon kennenlernen und für meine Botschaft sensibilisieren konnte.“

Ende des Monats treffen sich die 40 Teilnehmerinnen in Hamburg, wo unter anderem verschiedene Fotoproduktionen und Videoformate erstellt werden. Danach wird die Expertenjury die Top 20 festlegen, die dann im Januar gemeinsam in ein „Personality Camp“ fahren. Dort werde es in insgesamt drei Wochen an verschiedenen Standorten „Impulse, neue Erkenntnisse und beeindruckende Erfahrungen für dein Leben“ geben, heißt es auf der Miss-Germany-Internetseite. Die Kandidatinnen werden in den Bereichen Social Media, Kommunikation, Persönlichkeitsverwirklichung, Gesundheit, Finanzen und vielem mehr gecoacht. Daran schließt sich das Halbfinale und schließlich am 19. Februar 2022 in der Europa-Park Arena in Rust das Finale an.

Melanie Panier kann es immer noch nicht recht glauben, zu den letzten 40 aus circa 12 000 Bewerberinnen zu gehören. Deswegen sei jeder weitere Schritt, den sie nun erreiche, eine tolle Zugabe. „Ich sehe das ganze weiterhin sehr entspannt und freue mich auf das, was kommt“, sagt sie.

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