Meiningen - Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport nahm sich Zeit. Fast einen Unterrichtstag verbrachte er in der Regelschule am Pulverrasen. "Ich bin ein praxisbezogener Mensch und möchte mich in persönlichen Gesprächen kundig machen", sagte Holter gegenüber unserer Zeitung. Deswegen sei er der Einladung der Meininger Schuldirektorin gern gefolgt. Zudem seien ihm Regelschulen wichtig, weil sie "das Herzstück des Thüringer Schulsystems sind". Sie böten einen guten Weg für die berufliche Zukunft. Der Drang der meisten Eltern sei leider, ihre Kinder ans Gymnasium zu schicken. "Aber mit einem Regelschulabschluss stehen ihnen auch alle Wege offen", hält Holter entgegen. "Wir brauchen Handwerker, nicht nur Computerspezialisten."