Kaltensundheim - Viel hat sich seit dem Abschied vom Öko-Landbau in Kaltensundheim verändert, einiges aber auch nicht. Die für den Naturschutz hochwertigen Flächen werden über das Kulturlandschaftsprogramm nach wie vor ohne chemische Düngung und Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet. Mutterkühe, Jungrinder und Kühe vorm Abkalben stehen nach wie vor auf der Weide. Für die Milchkühe ist aber der tägliche Weidegang nicht mehr Pflicht. Auf den Ackerböden darf nun mit chemischem Dünger und Pflanzenschutzmitteln gearbeitet werden. "Natürlich nach guter fachlicher Praxis wie dies all die umliegenden Betriebe auch tun", sagt Geschäftsführer Dr. Aribert Bach. Hier gelte der Grundsatz: So viel wie nötig und nicht so viel wie möglich. "Dabei lassen wir uns nicht nur von gesetzlichen Grenzwerten leiten, denn nach 22 Jahren Ökolandbau legt man den Schalter nicht einfach rum." Zusätzliche Gaben auf den Boden kosteten schließlich auch Geld. Mit minimalstem Einsatz wolle man also gute Erträge erreichen. "Alles andere wäre schon allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht Dummheit."