Die Absturzursache ist laut Polizei noch unklar. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Er sei nach derzeitigen Erkenntnissen an den Folgen des Absturzes gestorben. Die Trümmerteile seien sichergestellt worden, so die Polizei am Montag. Im Laufe des Tages sollen die Teile zu einem Gutachter nach Jena transportiert werden. Dort wird laut Polizei spätestens am Dienstag untersucht, ob ein Flugfehler oder ein technischer Defekt den Absturz verursacht hat.

Laut Polizei ist die ansonsten zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig dieses Mal nicht beteiligt. Ausschlaggebend dafür sei das geringe Abfluggewicht des Ultraleichtflugzeugs, hieß es. Allerdings werde die Behörde über die Untersuchungsergebnisse informiert.

Der tödlich verunglückte Pilot ist der langjährige Betreiber der Flugschule auf dem Dolmar. Es wird von einem technischen Defekt ausgegangen. Der Flieger war aus einer Höhe von etwa 300 Metern abgestürzt. Die Trümmer des Unfallwracks lagen über ein paar Hundert Meter verstreut im Gelände. Der 62-jährige Verunglückte hatte jahrzehntelange Flugerfahrung und war selbst Ausbildungsleiter.

Den ganzen Tag über hatte der Flugschulleiter mit dem Ultraleichtfluggerät Segelflieger im Schlepptau und einen nach dem anderen in den Himmel gezogen. Als er den letzten Flieger ausgeklinkt hatte und zur Landung ansetzen wollte, soll es Zeugen zufolge einen lauten Knall, keine Explosion, gegeben haben. Sofort sei das Fluggerät ins Trudeln geraten. Mit unbeschreiblichem Entsetzen mussten die noch zahlreich anwesenden Flugplatzgäste, aber auch die Familie mit ansehen, wie das Flugzeug des langjährigen Piloten, Begründers und Geschäftsführers der Flugschule unkontrolliert und wie ein Stein zu Boden stürzte. red

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