Meiningen/Hohe Geba - Für die Berliner Architekten ist die Hohe Geba kein typischer Berg. "Seine enorme Breite und die abgeflachte Kuppel lassen ihn eher wie einen ,sanften Riesen‘ in der thüringischen Rhön erscheinen", schreiben sie in ihren Projektunterlagen, die dem Preisgericht vorlagen. Auf dieses Papier stützt sich das Meininger Tageblatt nun bei der Beschreibung des Projektes. Die ruhige landschaftliche Klarheit hat aus Sicht des 1. Preisträgers das Potenzial, einen Ort zu schaffen, an dem die ewige Weite, die Sterne in der Nacht, die Jahreszeiten, Wind und Wetter physisch zu erleben sind. Die Berliner schwärmen von der Erhabenheit und der weiten, unverbauten Landschaft. "Das gibt es inzwischen so selten, dass es uns in Deutschland als etwas Außergewöhnliches, ja Berührendes erscheint." Sie erwähnen als Besonderheiten die tiefe Dunkelheit und die Stille, auch die Geologie. "Das alles will man mehr Besuchern aktiv zugänglich machen. Doch die große Gefahr besteht dabei, die Aura des Ortes zu verlieren. Das ist eine Gratwanderung, die uns bei der Konzeptfindung umgetrieben hat."