Meiningen-Herpf - Dem aufmerksamen Spaziergänger entging mit Sicherheit nicht, dass die Kastanien vielerorts bereits im Sommer braune vertrocknete Blätter aufweisen. Besonders die Kastanienallee vor dem Schloss in Dreißigacker bietet einen traurigen Anblick. "Die weißblühenden Kastanien sind krank", erklärt Dieter Wetzenstein aus Herpf, ehemaliger Revierförster, den Kindern der Grundschule. "Die Kastanienminiermotte befällt unsere Bäume und ihre Larven fressen sich durch die Blätter." Rotblühende Kastanien werden verschont. Auf dem Schulhofgelände in Herpf stehen ein weißblühender und ein rotblühender Kastanienbaum. Ein Grund für den Förster, mit Unterstützung von Heike Schrader, der Hortleiterin, ein Kastanienschutzprojekt ins Leben zu rufen. Die Kinder sammeln das herunterfallende Laub des kranken Baumes, der Förster verwahrt es in geschlossenen Behältern und verbrennt es unter Aufsicht, denn nur so kann der Vermehrung des Schädlings entgegen gewirkt werden.