Meiningen - Er glaubt es wohl wirklich. Dass die Beziehung zu seiner Ex-Lebensgefährtin - der Frau, der er massiv nachgestellt haben soll und die ihn aus ihrem Leben und ihrem Haus in Eisenach geworfen hat - nach wie vor bestehe und dass sie von ihm beschützt werden wolle. Dass infolge seiner unzähligen Strafanzeigen - gegen Polizeibeamte, Richter und auch etliche Zeugen im aktuellen Prozess am Landgericht Meiningen - bald viele Leute ins Gefängnis oder "in den Ruhestand" geschickt werden. Dass die nicht mehr übersehbare Flut von Briefen, die er unermüdlich an Menschen in Spitzenämtern in Politik und Justiz schreibt, letztendlich dazu führen werde, die Verschwörung gegen ihn aufzudecken. Dass er zu Unrecht wegen Stalkings, Beleidigung, Sachbeschädigung, Nötigung, Körperverletzung, Bedrohung, Diebstahls angeklagt und zu Unrecht seit Monaten "in Isolationshaft" in der Psychiatrie sei. Und dass er also jetzt nicht nur um seine Ehre, um das Recht und um seine Wiederzulassung als Rechtsanwalt kämpfen müsse, sondern - wegen der Verschwörung - auch um sein Leben. Wie schon an den vorherigen Prozesstagen ist der Redefluss des 56-Jährigen kaum zu bremsen.