Mahnwache zum Weltflüchtlingstag Weltflüchtlingstag: Alle haben Recht auf Schutz

Gut 60 Teilnehmer bekundeten am Montagabend in Meiningen ihre Solidarität mit der Ukraine und vor dem Krieg Geflüchteten. Foto: /privat

Anlässlich des Weltflüchtlingstages drückten am Montagabend 60 Meininger ihre Solidarität mit den vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchteten aus. Zeitgleich zogen „Spaziergänger“ mit russischen Fahnen vorbei.

Erneut haben sich am Montagabend auf dem Markt in Meiningen rund 60 Personen versammelt, um ihrer Solidarität mit der Ukraine Ausdruck zu verleihen. Anlässlich des Weltflüchtlingstages erinnerte Ulrich Töpfer von Bündnis für Demokratie und Toleranz an die vielen Millionen Flüchtlinge, die derzeit auf der Welt unterwegs sind. „Sie riskieren ihr Leben in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, auf ein Leben in Sicherheit. Deshalb steht der diesjährige Weltflüchtlingstag unter dem Motto: ,Alle Menschen haben das Recht auf Schutz.’ Die Bilder der Geflüchteten aus der Ukraine haben uns schmerzlich vor Augen geführt, dass nun auch in Europa Krieg, Leid und Flucht traurige Realität sind“, so Töpfer. Es sei daher wichtig und gut, das Geflüchteten geholfen werde. „Es ist aber noch viel wichtiger, dass Fluchtursachen bekämpft und Kriege weltweit beendet werden.“

Christian Horn machte deutlich, dass in einem Krieg die Wahrheit immer zuerst sterbe. In diesem Zusammenhang forderte das Mitglied des Piraten-Bundesvorstandes auch die Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Christine Franz forderte, auch im Sommer nicht über den Krieg hinwegzusehen: „Es ist unsere moralische Pflicht, uns mit dieser Situation auseinanderzusetzen und uns aktiv für den Frieden in der Ukraine einzusetzen, uns sei es nur mit Worten.“ Pfarrer Tilman Krause machte deutlich, dass „Vergebung geht erst, wenn der andere seine Schuld einsieht“.

Lesya Lange übersetzte alle Beiträge für sie anwesenden Ukrainer. Für die vor dem brutalen russischen Angriffskrieg Geflüchteten war es eine beinahe nicht zu ertragende Provokation, dass die zeitgleich über den Markt marschierenden „Spaziergänger“ erneut russische Fahnen schwenkten. rwm

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