Landkreis zeigt Eigeninitiative Testangebote in Kitas im Ilm-Kreis

Petra Enders. Foto: Andreas Heckel/Andreas Heckel gubua.de

Der Ilm-Kreis will auch für Kindergärten kostenlose Corona-Schnelltests für Kinder und Personal zur Verfügung stellen. In der Landesverordnung sind Tests bisher nur für Schulen vorgesehen.

Arnstadt - Der Ilm-Kreis will auch für Kindergärten kostenlose Corona-Schnelltests für Kinder und Personal zur Verfügung stellen. „Nicht nur die Schulen brauchen Testangebote”, sagte Landrätin Petra Enders am Donnerstag, „auch die Kindertagesstätten dürfen dabei nicht vergessen werden“. Beide Einrichtungen stünden im engen Zusammenhang. In vielen Fällen sei es so, dass Geschwisterkinder sowohl die Schule aber auch den Kindergarten besuchten. Infektionsschutz und Teststrategie müssten daher in beiden Einrichtungen aufeinander aufbauen und würden nur im Einklang funktionieren.

Deshalb hat die Landrätin am Dienstag in der wöchentlich stattfindenden Telefonkonferenz mit den Bürgermeistern vorgeschlagen, auch in den Kindertageseinrichtungen zweimal wöchentlich kostenfreie Testangebote für Kinder ab drei Jahren und auch für die Erzieher zu machen.

Die Selbsttests werden durch den Landkreis zur Verfügung gestellt und sollen durch die Städte und Gemeinden an die Kindertageseinrichtungen in eigener und freier Trägerschaft verteilt werden. „Koordination und Betreuung des Projektes übernimmt der Landkreis. Eingesetzt werden sogenannte Lollipop-Tests, die speziell für Kinder entwickelt wurden und leicht zu handhaben sind“, so Enders.

Die Teilnahme ist freiwillig und die Testdurchführung auch für Kita-Kinder unter Mithilfe der Eltern einfach zu handhaben. „Ein Schwämmchen wird für circa zwei Minuten in den Mund genommen, so dass es mit Speichel durchtränkt wird. Nach etwa 15 Minuten kann das Testergebnis abgelesen werden.“, so die Landrätin weiter.

„Aber wir brauchen auch die Unterstützung der Eltern“, appelliert sie. „Mir wurde in den vergangenen Tagen und Wochen ein großer Bedarf nach regelmäßiger Betreuung durch die Kindergärten und vor allem die Notwendigkeit der sozialen Kontakte der Kinder untereinander gespiegelt. Allerdings können wir die Kitas nicht nach einem Zufalls- und Hoffnungsprinzip öffnen und schließen. Wir brauchen begleitende Maßnahmen, die dazu beitragen können, dass das Infektionsrisiko gering ist und somit ein sicherer Kitabesuch möglich wird.“ erläutert Enders.

Ein Modellversuch hat im Amt Wachsenburg und in Stadtilm nach Ostern stattgefunden. Gerade im Kindergarten Dörnfeld hat der Einsatz auch bei den Eltern eine gute Resonanz und Annahme gefunden.

„Wichtig ist allerdings“, so die Landrätin, „dass das Angebot auch angenommen wird. Wenn wir erreichen wollen, dass Einrichtungen geöffnet bleiben können und unsere Kinder wieder in einen weitestgehend geregelten Betreuungsrhythmus kommen, sollte man bei den angebotenen Tests mitmachen.“

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