Kunst Sieger des Europäischen Wettbewerbs wurden geehrt

Einige der Künstlerinnen und Künstler zeigen stolz ihre Werke und die dafür erhaltene Urkunde. Foto: Jessie Morgenroth

Das Gymnasium Am Lindenberg hat als einzige Ilmenauer Schule am Europäischen Wettbewerb teilgenommen. Für fünf Beiträge gibt es Bundespreise.

Ilmenau - Die 68. Runde des Europäischen Wettbewerbs ist beendet, die Sieger stehen fest. Auch das Ilmenauer Gymnasium am Lindenberg hat sich – wie schon in den vergangenen Jahren – mit Schülerbeiträgen am Wettbewerb beteilig. Nun wurden schulintern die Ergebnisse ausgewertet und die Preise übergeben.

„Digital EU – and You?!“ lautete das Motto des Wettbewerbs im Schuljahr 2020/2021. Zahlreiche Schüler haben zu den verschiedenen Themenmodulen im Distanzunterricht Kunstwerke in Bild-, Text-, und Videoform erstellt. 43 Arbeiten wurden der Landesjury vorgestellt, diese zeichnete 19 mit einem Preis aus. Darüber hinaus haben fünf Werke die Bundesjury überzeugt, wobei die Juroren die Kunstwerke ausschließlich digital bewerten konnten. Der Filmbeitrag von Josefine Schirbock, der vom Gemälde „Der Chasseur im Walde“ des Künstlers Caspar David Friedrich inspiriert wurde, räumte sogar zwei Preise ab.

Mottobedingt hatten die Schüler die Aufgabe, sich mit den digitalen Medien auseinanderzusetzen. Diese spielen wegen der Pandemie „sowohl für die Arbeit als auch privat eine große Rolle“, erklärt Kunstlehrerin Sibylle Eger-Pfützner bei der Wettbewerbsauswertung und Siegerehrung am Dienstag. Kreativ setzten die Kinder und Jugendlichen die Vorteile, aber auch die Nachteile der digitalen Welt um. Auch der Europaaspekt wurde bedacht, die Kunstwerke zeigen, welche Möglichkeiten, aber auch Gefahren und Hindernisse in Europa mit der Digitalisierung einhergehen.

Ein positiver Aspekt der modernen Medien: Trotz Abstandsgebot und temporärer Grenzschließungen bleiben die Menschen verbunden. Dies hat Emma Witzmann inspiriert. Ihr Werk zeigt die Vertreter verschiedener Nationen beim Videoanruf. Auch das Thema „Leben und Arbeiten in der Zukunft“ wurde bearbeitet – etwa geht eine Schülerin der Frage nach, welche Rolle das Lesen in der Zukunft noch spielen wird. Ebenso haben Schüler historische Kunstwerke im Zuge des digitalen Zeitalters neu interpretiert. Ludwig van Beethoven vollzog in Franz Domhardts Werk einen Stilwechsel und erscheint als cooler Sprayer mit Cap. Und bei Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ ist eine der beiden Menschenhände plötzlich eine Roboterhand.

Im gut acht minütigen Best-of-Film des 68. Europäischen Wettbewerbs sind auch Werke der Lindenbergschüler zu sehen. Und die Künstler haben noch mehr Grund zur Freude: Für die Landes- und Bundessieger gibt es Urkunden, die sie auch späteren Bewerbungen beilegen können. Für die Landespreisträger gibt es zudem jeweils ein Set hochwertiger Aquarellstifte. Zu den Preisen der Bundesgewinner zählen Spiele, Powerbanks und die Teilnahme an einem kreativen Europaseminar. Josefine Schirbock hat zusätzlich eine Softwarelizenz bekommen. „Insgesamt beteiligten sich 1889 Schülerinnen und Schüler mit Einzel- und Gruppenarbeiten in den künstlerischen, schriftlichen und medialen Gestaltungsbereichen“, erklärte Sibylle Eger-Pfützner bezogen auf Thüringen. „Kinder und Jugendliche aus 25 Thüringer Schulen aller Schularten beteiligten sich“.

Das Gymnasium Am Lindenberg ist die einzige Ilmenauer Schule, die am Wettbewerb teilgenommen hat. Aus dem Ilm-Kreis wurden zudem Beiträge der Arnstädter Regelschule Robert Bosch und des Melissantes-Gymnasium eingereicht.

Die Bundespreisträger des Gymnasiums Am Lindenberg heißen Franz Domhardt, Finnja Peppler, Sarah Rook, Emma Witzmann und Josefine Schirbock.

 

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