Man schrieb das Jahr 1716, als das kleine Rhöndorf Dermbach Marktrecht erhielt. Von diesem Zeitpunkt an wurden regelmäßig Viehmärkte, die jahrmarktähnlichen Volksfestcharakter hatten, abgehalten. Seit nunmehr fast 100 Jahren gehört auch der Taubenmarkt, der in der Zeit von Oktober bis März jeweils am letzten Samstag im Monat stattfindet, zu den festen Ereignissen hier in der Thüringer Rhön. Auf dem Markt wird fast ausschließlich mit Kleintieren wie Tauben, Gänsen, Enten, Hühnern und Kaninchen gehandelt; auch landwirtschaftliche Produkte werden zum Kauf angeboten. Und wenn der Taubenmarkt ansteht, herrscht in Dermbach reges Treiben – nicht zuletzt deshalb und aufgrund seiner fest verankerten Tradition wurde der Taubenmarkt als Immaterielles Kulturerbe eingestuft.