Koppner Kerwa 2022 Der Countdown für Lauschas Volksfest läuft

Doris Hein
Im Igelshieber Festzelt haben sich die Koppner am vergangenen Wochenende schon mal „eingearbeitet“ – als Gäste, bevor sie nächste Woche als Gastgeber durchstarten. Foto: Doris Hein/Doris Hein

Dass die Lauschaer keine – wie früher – neun Tage brauchen, um ihre Koppner Kerwa zu feiern, stellen sie heuer wieder unter Beweis. Diesmal packen sie ihr typisches Programm in sechs Tage – vom 9. bis 14. August.

Eine Koppner Kerwa gab es ja im vergangenen Jahr „dank“ Corona nur in stark abgespeckter Form, nämlich als Biergarten. Heuer darf nun endlich wieder „normal“ gefeiert werden. Fans des größten Lauschner Volksfestes wird es freuen. Das Zelt steht, die Veranstalter sind für jedes Wetter gerüstet. Im Vorfeld wurden zudem Mittel der Stadt zur Vereinsförderung für diverse wichtige Anschaffungen wie einen neuen Geschirrspüler, einen Durchlaufkühler fürs Bier und mehrere Biertischgarnituren genutzt, berichtet Vereinsvorstand Reiner Gössinger.

Allerdings geht es der Kirmesgesellschaft Köpplein so, wie vielen anderen Vereinen auch. Zum einen muss man nach der Coronaflaute erst einmal wieder richtig in Schwung kommen beim gemeinsamen Organisieren, Aufbauen, Einrichten et cetera. Zum anderen war der enorme Umfang der Veranstaltungen zur Koppner Kerwa schon in den vergangenen Jahren ein Thema innerhalb des Vereins, denn die ursprünglich neun Tage Feierstimmung nonstop wollten erst einmal gestemmt werden. Den Umfang der Festlichkeiten hatte man deshalb bereits vor Corona reduziert. Fürs laufende Jahr haben sich die Kirmesmacher nach ausführlicher Diskussion im Verein auf sechs Tage geeinigt, und zwar vom Dienstag, 9. August, bis Sonntag, 14. August. Trotzdem kommen innerhalb dieser Zeitspanne alle wichtigen, besonders beliebten Highlights der Kerwa zum Tragen.

Auftakt mit Bieranstich und „Luckytones“

Mit dem Bieranstich am Dienstag, 17 Uhr, starten die Festtage. Für die passende Begleitmusik sorgt die Lauschaer Stadtkapelle. Schon eine Stunde später stehen die „Luckytones“ in den Startlöchern und spielen bis 23 Uhr zum Tanz auf. Ebenfalls ab 18 Uhr können sich die Festbesucher bei der Großen Schlachtschüssel sattessen. Am Mittwoch ist von 16 bis 22 Uhr Festzeltbetrieb angesagt. Zudem steht ab 16 Uhr noch ein sportlicher Wettkampf auf dem Programm, denn dann wird auf der Kegelbahn unterhalb des Festzeltes um den Titel des Kirmeskegelkönigs gekämpft. Weiter geht es am Donnerstag ab 18 Uhr mit dem Großen Grillabend. Die Partyband Hess spielt parallel dazu auf der Bühne zum Tanz auf, sodass man die angefutterten Kalorien gleich wieder „abarbeiten“ kann. Der Freitag wird wohl vorrangig die Jugend aus Lauscha und Umgebung aufs Köpplein locken. Dann, wenn „Revolving Door“ und „Liesa and The Love Foundation“ von 20 bis 1 Uhr das Festzelt rocken.

Das Wochenende beginnt mit einem Doppelkopfturnier am Samstag, 13. August, um 8.30 Uhr. Am Nachmittag gibt es endlich auch wieder das beliebte Kinderfest. Die Koppner haben dafür extra wieder ein Märchen einstudiert, natürlich in typisch Lauschner Auslegung. Welches? Das sollte man sich am besten samt seinem Nachwuchs vor Ort selbst anschauen. Im Anschluss dürfen die kleinen und großen Festgäste dann noch bei Jongleurin Juba ins Staunen geraten. Am Abend sind alle Fans von „Glashaus“ – und solche, die es werden wollen – richtig beim Kirmestanz ab 20 Uhr.

Am Sonntag hat die Stadtkapelle jede Menge zu tun. Während auf dem Festplatz um 10 Uhr der Frühschoppen startet, ziehen die Musiker mit ihrem traditionellen Weckruf durch den Ort, damit auch niemand den letzten Tag der Koppner Kerwa verpasst. Von 15 bis 18 Uhr gibt die Stadtkapelle dann ein Platzkonzert auf dem Köpplein, zu dem die Kirmesgesellschaft Kaffee und Kuchen anbietet. Um 18 Uhr schließt sich das traditionelle Beerkuchenessen an, bei dem zum Sieger gekrönt wird, wer sich am schnellsten durch den leckeren Riesenkuchen mampft und das darin versteckte Geldstück findet. Ab 19 Uhr sorgt Tommys Disco für den richtigen Sound zum Kirmesausklang, bevor gegen 22 Uhr mit dem Kirmesbegräbnis die diesjährigen Koppner Festtage auch schon wieder zu Ende gehen.

Unveränderte Preise fürs Flüssigbrot

Allen Freunden eines süffigen Umtrunks sei noch vom Vereinsvorstand Reiner Gössinger ausgerichtet: Die Bierpreise können heuer gehalten werden. Allerdings musste man bei den Preisen für alle „fleischlichen Genüsse“ – sprich: Bratwurst, Rostbrätl und Co. – wegen der gestiegenen Einkaufspreise einen kleinen Aufschlag vornehmen. Aber 2,50 Euro für eine Bratwurst sollten trotzdem noch erschwinglich sein.

Langjährige Freunde und Unterstützer aus Igelshieb und Rückmarsdorf haben ihr Kommen bereits zugesagt – sowohl zum Helfen, als auch zum Feiern. Aber der Verein hätte natürlich auch nichts gegen weitere Interessenten, die sich als Mitglieder künftig bei der Kirmesgesellschaft mit einbringen möchten. Den Anwohnern sei schon vorab ein herzliches Dankeschön für ihr Verständnis übermittelt, wenn es während der Kirmestage ein wenig lauter wird als gewohnt, betont Gössinger. Und empfiehlt: Am wenigsten stört so etwas, wenn man einfach selbst mitfeiert.

 

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