Konzert Viele strahlende Gesichter

Norbert KLeinteich
Mit dem Adventskonzert öffneten die Sonneberger Vokalisten die Herzen der Zuhörer. Foto:  

Beim Konzert in der Stahlblauen Grotte der Morassina gastierten am ersten Adventssonntag die Sonneberger Vokalisten.

Entsprechend der Jahreszeit machte sich am Adventssonntag Abendstimmung im Schwefelloch breit. Das Publikum, das sich vorab fürs Konzert um 17 Uhr die Plätze gesichert hatte, war bereits vor Ort und genoss das vorweihnachtliche Ambiente mit einem heißen Getränk.

Die Sonneberger Vokalisten hatten sich mit traditionellen und modernen Weihnachtsliedern angekündigt. Gespannt wartete das Publikum auf den Stühlen. Auch der langjährigen ehemaligen Ärztin aus Lichte, Dr. Adeltraud Kuhn, hatte man es möglich gemacht dabei zu sein. Für sie hatte man dankenswert einen Platz in der ersten Reihe vorgesehen, damit sie dieses Konzert hautnah miterleben konnte.

Als die Lichter ausgingen, die noch angestrahlten Wände in der Stahlblauen Grotte und dem beleuchteten Christbaum ein anheimelndes Ambiente boten, waren alle auf das Programm gespannt. Nach der Begrüßung von Arnd Müller, Vorsitzender der Stiftung Morassina, wurde es still. Vom Eingang zum Bergwerk her erklang Gesang und der Reihe nach kamen die Sängerinnen und Sänger der Sonneberger Vokalisten singend mit dem Kanon „Fröhliche Weihnacht überall“ herein und nahmen Aufstellung.

Mit „Guten Abend, schön’ Abend, es Weihnachtet schon“ bestritten sie den Auftakt zu einer einstündigen Darbietung unter der Leitung von Kristin Degner-Engelhardt. Mit „Leise rieselt der Schnee“ präsentierte das Ensemble eines der vertrautesten Weihnachtslieder. Nach dem Lied von Rolf Zuckowskis „Tip Tap“ präsentierten der Chor eines der moderneren Kinderlieder. Zwar hatte Kristin Degner-Engelhardt vor Beginn des Programms darum gebeten sich den Beifall bis zum Ende aufzuheben, doch nach diesem „Tip-Tap“ blieben die Zuhörer zwar auf ihren Stühlen sitzen, aber alle klatschten sofort.

Dieser begeisterte Applaus zauberte auch den Vokalisten ein Lächeln über diese geglückte Gesangsüberraschung ins Gesicht.

Weihnachts-Geschichte

Aber nicht allein die Folge der zahlreichen Melodien sorgte am Ende für Beifallsstürme, sondern auch die Geschichte vom vertauschten Weihnachtskind. Die erzählten die Vokalisten zwischen ihren Beiträgen. Die Geschichte von Victor Blüthgen handelte von Klein-Elsbeth, die sich zu Weihnachten ein kleines Brüderchen wünschte. Das schrieb sie auch auf ihren Wunschzettel. Doch an Heiligabend bekommen die Nachbarn einen kleinen Jungen und Klein-Elsbeth ist sich sicher, das Brüderchen wurde falsch vom Ruprecht geliefert. Sie war sehr traurig. Dann aber lieferte der Postbote eine große Kiste für das Elsbethchen. Schließlich war darin eine Puppe, zwar nicht lebendig, aber ein Junge so groß wie sie noch keine Puppe hatte. Und da sie das Kind bei den Nachbarn sah, hatte sie doch die Einsicht, ihr Puppenjunge sei viel schöner.

Nach diesem Konzert hoffte die Chorleiterin im Namen der Vokalisten, dem Publikum einen kleinen Ohrenschmaus bereitet zu haben. Der wurde mit einem so langen Beifall bedacht, bis die Sänger, so wie sie kamen. auch wieder im Dunkel verschwunden waren. „Viele freudvoll strahlende Gesichter, denen es gefallen hat“, sagte Degner-Engelhardt auf die Frage, was sie denn als Eindruck mit nach Hause nehme. „Sie haben uns ganz viel wieder mitgegeben, was wir in den vergangenen zwei Jahren gar nicht vom Publikum hatten. Und einfach Freude und Spaß am Zuhören“, betonte sie. Und da sie schon zweimal in der Morassina waren, sei es für sie eine besondere Freude gewesen, wieder einmal dort musizieren zu dürfen, weil die Atmosphäre fast familiär und total schön sei.

Am 11. Dezember sind die Sonneberger Vokalisten um 18 Uhr im Spielzeugmuseum in Sonneberg mit einem Weihnachtskonzert zu hören. Am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, 9.30 Uhr, gastieren sie beim Gottesdienst in der Stadtkirche St. Peter Sonneberg und am 8. Januar 2023 mit einem Konzert in der katholischen Kirche St. Stefan.

 

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