Gewaltbereite Fußball-"Fans" bewarfen die Polizei am Mittwochabend im Rahmen des Drittligaspiels und Thüringenderbys Erfurt gegen Jena mit Steinen und Flaschen, zündeten Böller und bengalische Feuer. Laut Polizeibericht wurden mindestens zwei Polizeiautos beschädigt und ein Polizist verletzt.
"Es gab die üblichen Gerangel, aber es ist nichts Dramatisches passiert", meinte ein Polizeisprecher. So weit ist es also schon gekommen, dass diese Dinge als "normal" angesehen werden. Für die Begegnung, die vom Deutschen Fußball-Bund als "Risikospiel" eingestuft worden war, waren mehrere Polizeihundertschaften aus vier Bundesländern zusammengezogen worden. Und warum? Um die vielen Fußballfans, die einfach nur ein Spiel ihrer Mannschaft sehen wollten, vor den wenigen zu schützen, die sich auch "Fans" nennen, dies aber nicht sind. Ihnen geht es nicht darum, Fußball zu schauen und ihre Mannschaft zu unterstützen. Für sie ist es erst dann ein guter Fußballabend, wenn es ordentlich kracht! Schlimm daran ist, dass die Kosten solcher Einsätze immer der Steuerzahler trägt. Die Vereine sind dabei nicht zu beneiden. Sie versuchen alles, um gewaltbereiten Fans den Zutritt zu den Stadien zu verwehren. Manche Fanclubs unterstützen sie dabei, andere nicht. Und so kommt eine ganze Sportart in Verruf. Es kommt dabei nicht darauf an, aus welchem Lager die Fans am Mittwoch in Erfurt waren. Schwarze Schafe gibt es in beiden Fangruppen. Klar ist aber: Mit Fußball hat das absolut nichts mehr zu tun. Fußball ist Sport und Emotion, Fußball ist siegen oder leiden, aber niemals ist Fußball Gewalt!
Klartext Was für ein Preis wird gezahlt?
Von Ralf Ilgen 26.03.2010 - 00:00 Uhr