Es ist so weit: Heute ist der 21. Dezember 2012 - Tag des jüngsten Gerichts, des endgültigen Untergangs. So sagte es ein Maya-Kalender seit Langem voraus. Die ersten Weltuntergangspartys laufen bereits. In Zentralamerika haben sich die Massen an Tempelruinen versammelt, im französischen Pyrenäendorf Bugarach wird die Ankunft Außerirdischer erwartet. Und niemand kann behaupten, er sei nicht vorgewarnt worden. Viel zu deutlich waren, neben der Maya-Prophezeiung, die Anzeichen des drohenden Weltuntergangs in der letzten Zeit. Der Klimagipfel in Katar ist gescheitert, Silvio Berlusconi offenbarte Comebackgedanken und Lady Gaga kündigte an, bereits 50 Lieder für ein neues Album geschrieben zu haben. Die deutlichste Warnung gab Roland Emmerich bereits 2009 mit seiner visionären Verfilmung des Weltuntergangs. In "2012" sagte er den Ablauf des heutigen Tages voraus: Erdbeben, Meteoritenhagel, alles zerstörende Riesenfluten - Ende. Nur eine kleine Elite der Weltpopulation wird auf ein Schiff gerettet und überlebt bis zum Neuanfang. Man arbeite nun die aktuelle Forbes-Liste der 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in Emmerichs Vision ein. Momentan sitzen also Barack Obama, Kim Jong-Un und Angela Merkel in einer riesigen Arche und vertreiben sich die Zeit beim Kartenspielen. Daneben diskutieren Ajatollah Ali Khamenei und Benjamin Netanjahu über Fußball, während Kate Middleton und Christine Lagarde ihren Schönheitsschlaf halten - allesamt darauf wartend, nach der Stunde Null gemeinsam die Welt neu zu bevölkern. Bei dieser Vorstellung erscheint das drohende Armageddon doch eigentlich ganz passabel. In diesem Sinne: Und Tschüss!