Kirchenkreis Meiningen Gestärkt weitergehen

Superintendentin Beate Marwede, seit Februar 2011 im Amt und wiedergewählt für zehn Jahre, sowie ihre beiden Stellvertreter Hanna Freiberg und Sebastian Wohlfarth (vorne von links) trafen sich nach der Segnung durch Probst Tobias Schüfer und Präses Christine Fritz (hinten von links) während der Pause fürs Gruppenbild vor dem Volkshaus. Foto: /Sigrid Nordmeyer

Zur Synode des Evangelischen Kirchenkreises Meiningen im Volkshaus ist Superintendentin Beate Marwede gemeinsam mit ihren beiden Stellvertretern für eine weitere Amtsperiode wieder berufen worden.

Meiningen - Eine Trillerpfeife mit den Karten rot, gelb und auch grün bekam Beate Marwede am Sonnabend zu ihrer erneuten Berufung als Superintendentin des Kirchenkreises Meiningen geschenkt. Die grüne Karte hielt sie während ihres Berichtes aus dem Kreiskirchenrat sowie zur Situation im Kirchenkreis dann gleich schon mehrmals in die Höhe – als Zeichen für Lob und gutes Gelingen. Immerhin brauche es die grüne Karte „sehr oft, um Menschen zu ermutigen“. Dank der sinkenden Inzidenzzahlen konnte die Kreissynode Meiningen im Volkshaus in Präsenz stattfinden und war mit 34 Anwesenden auch beschlussfähig.

Die Andacht mit der Einführung der Superintendentin und ihrer beiden Stellvertreter Sebastian Wohlfarth und Hanna Freiberg für weitere zehn Jahre im Amt stand gleich an vorderster Stelle der Tagesordnung. Regionalbischof Tobias Schüfer führte die feierliche Amtshandlung durch und überreichte mit Christine Fritz als Präses der Kreissynode die Urkunden. „Wir haben in einem Dreier-Superintendenten-Team gute Erfahrungen gemacht“, sagte Beate Marwede auch hinsichtlich der Vielfalt, die aus drei Blickrichtungen gewährleistet ist.

Gemeinsam feierten Synodale und Gäste das Abendmahl als Wandelkommunion, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Die Hostien lagen einzeln auf jeweiligen kleinen Zetteln mit der Aufschrift „Christus – Für Dich“ auf dem Altar, die Mini-Einzelkelche standen mit Weißwein gefüllt daneben. „Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist.“ Die Worte aus Psalm 34, Vers 9 veranlassten Beate Marwede in ihrer Andacht auch auf den blauen Himmel und die offenen Außengaststätten hinzuweisen. „So sehen und schmecken wir den Sommer und wie freundlich Gott ist“, sagt sie, „den Augen- und Geschmackssinn, das verbinde ich mit dem Heiligen Abendmahl.“ Gott rede zu uns und wolle den Kontakt halten.

Der ganze Mensch sei angesprochen, das sei „gut johanneisch und gut lutherisch“. Stärkung zu bekommen auf dem Weg, den die Landeskirche gehe und auch bei der Neuordnung der Sprengel, das sei wichtig. Immerhin brauche man „Energie und eine gute Haltung“, sagte sie und weiter: „Ich brauche das auch ganz persönlich für das Weitergehen in der zweiten Amtszeit als Superintendentin im Kirchenkreis Meiningen.“

Nachbarschaftlich Grußworte überbrachten Superintendentin Jana Petri vom Kirchenkreis Henneberger Land und Dekan Ralf Gebauer vom Kirchenkreis Schmalkalden. Gebauer machte in Bezug auf die Mai-Vorfälle mit Demonstranten und Polizei in Schmalkalden sein Sinnesproblem mit dem Hören, Sehen und dem guten Geschmack deutlich. „Wenn wir miteinander umgehen, hören und sehen wir, was wir wirklich wollen?“, fragte er und meinte gleichzeitig: „Wenn wir miteinander reden, stellt sich die Frage des guten Geschmacks.“ Besonders für die Texte in den sozialen Netzwerken stelle gelte: „Wie wollen wir denn miteinander reden?“

Im Geist vom Pfingsten und mit dem Abendmahl wünscht Gebauer sich, „dass wir mehr davon mitbekommen, wie Gott auf uns schaut, hört und redet.“

Einstimmig angenommen wurde der Strukturbeschluss zu den Pfarrbereichen Obermaßfeld-Grimmenthal und Vachdorf, die ab 31. Dezember aufgehoben werden. Pfarrerin Hanna Freiberg, die bisher eine halbe Pfarrstelle in Obermaßfald-Grimmenthal und eine halbe Stelle als Vakanzvertreterin inne hatte, wird zum 1. Januar 2022 die Kirchgemeinden Obermaßfeld-Grimmenthal, Einhausen, Ellingshausen, Ritschenhausen und Vachdorf, Leutersdorf und Belrieth im neuen Pfarrbereich Obermaßfeld-Vachdorf mit einer vollen Pfarrstelle übernehmen. Die Gemeindekirchenräte respektierten den Beschloss, heißt es in der Erklärung. Ihnen sei weiterhin die gute Zusammenarbeit der Kirchengemeinden mit Pfarrerin Freiberg wichtig. Dass die Pfarrperson nicht überfordert werde, wollen sie im Blick haben und bitten deshalb unter anderem, die Stellenanteile für die Gemeindepädagogin zu erhalten.

 

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