Keine Fördermittel Weiterbau des Schulcampus’ in Gefahr

Die Arbeiten an der neuen Regelschule sind bereits fortgeschritten. Nun könnte es eng werden mit dem Umbau der neuen Grundschule. Foto: /Bastian Frank

In Hildburghausen wird derzeit die Astrid-Lindgren-Grundschule zur neuen Regelschule um- und ausgebaut. Im Anschluss sollte das Gebäude der jetzigen Nonne-Regelschule in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Gebäude der beiden Grundschulen ausgebaut werden. Dieses Vorhaben ist nun in Gefahr, weil das Land die Fördermittel für 2023 nicht bewilligt hat. Es geht um Millionen.

Mit einer ungewöhnlichen Nachricht musste Landrat Thomas Müller am Donnerstag an die Kreisräte herantreten: Die Fördermittel für den Weiterbau des Schulcampus in Hildburghausen sind vom Bildungsministerium für das Jahr 2023 nicht bewilligt worden. Grund seien fehlende Mittel. Das sei unverständlich, weil bereits mit dem Ministerium die verschiedenen Fördertranchen besprochen waren. „Nach aktuellem Stand stehen für die Fortführung der Baumaßnahme 2023 keine Mittel zur Verfügung. Das ist eine niederschmetternde Nachricht“, so Müller. Weil die Baumaßnahmen als Ganzes betrachtet worden sind.

Man werde das Thema deswegen jetzt nicht ruhen lassen, weil es sonst ein riesiges finanzielles Loch gebe. „Im Grunde können wir nur die Baumaßnahme unterbrechen. Das geht aber eigentlich nicht, weil hier die Gewerke ineinandergreifen und wir die Schulen fertig bekommen müssen“, sagt Müller. Oder man müsse mit eigenen Haushaltsmitteln agieren. Die Gesamtbausumme musste von geplanten 9,8 Millionen schon erheblich auf rund 18 Millionen Euro angehoben werden.

Der Umbau der Regelschule ist von den ausbleibenden Fördermitteln nicht betroffen, wohl aber die Zusammenführung der Grundschulen im jetzigen Regelschulgebäude. Die Gesamtfördersumme war vom Land mit sechs Millionen Euro festgeschrieben worden.

In Hildburghausen wird derzeit die ehemalige Grundschule Astrid Lindgren zur neuen Regelschule um- und ausgebaut. Die jetzige Nonne-Regelschule soll im Anschluss umgebaut und saniert werden, um die Grundschulen I und „Astrid Lindgren“ zu beherbergen.

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