Am Thüringischen Rhön-Gymnasium in Kaltensundheim gibt’s kein langes Rätselraten, wenn ein Schüler (oder Lehrer) Hilfe braucht: Der Schulsanitätsdienst ist gleich zur Stelle. Lara Stüber (17, Kaltennordheim), Kathrin Lind (18, Erbenhausen) und Samira Dreßler (17, Friedelshausen) haben das System „erfunden“, ein Konzept entwickelt und es zum Laufen gebracht. Die drei Abiturientinnen und ihre Nachfolger unterstützen die Schulleitung vor Ort, wenn es zu entscheiden gilt, wie jemand am besten zu helfen ist: Reicht ein paar Minuten hinlegen? Muss man den Arzt rufen? Die Mädchen haben selbst eine Erste-Hilfe-Ausbildung und mindestens zwei von ihnen wollen künftig eine medizinische Studienrichtung einschlagen. Ihre zu „Jugend forscht“ eingereichte Seminarfacharbeit aber hinterlässt noch viel mehr als eine Idee: Wenn sie der Schule Adé sagen, treten Zehnt- und Elftklässler in ihre Fußtapfen, die schon heute in dem eingetakteten Team – einer hat immer Dienst – mitmachen. Die Jury von „Jugend forscht“ fand das prima und hat die von Bio- und Religionslehrer Maximilian Schlegel betreute Arbeit mit einem 2. Platz belohnt.