Die Wahlkampf-Kolumne Patrioten, Praktikanten und Prognosen

Jürgen Treutler Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Wie blicken die Bundestags-Kandidaten auf ihren Südthüringer Wahlkreis 196? In der Kolumne „Meine Wahlkampf-Woche“ schildern sechs Bewerber ihre Ansichten und Erlebnisse aus erster Hand. Acht Wochen lang täglich in Ihrer Zeitung. AfD-Kandidat Jürgen Treutler ist immer freitags an der Reihe. Morgen folgt Gerald Ullrich (FDP).

Es blutet mir das Herz, wenn ich durch meine Heimatstadt Sonneberg gehe und mich in meiner Heimatregion bewege, in der ich seit 31 Jahren wohne und lebe. Unsere Wirtschaft, der Mittelstand, Tourismus, Geschäfte, Hotels, Gaststätten, Dienstleister, Kultur, Vereine müssen wieder erfolgreich mit rechtzeitiger und ausreichender Unterstützung schnellstens in Gang gesetzt werden. Viele Bürger und Firmen kämpfen um ihre Existenz.

Als Diplomingenieur, mit Erfahrung in der Wirtschaft, muss ich nicht wie ein Praktikant mit Fotograf durch die Region tingeln, um sie kennenzulernen. Meine Heimat und viele Firmen kenne ich. Auch durch meine Basistätigkeit im Stadtrat und Kreistag mit Vernetzung im Wahlkreis 196. Der Wahlkampf beginnt an der Basis im Juli. Zielgerichtet werden dann Fachgespräche geführt und Lösungen gesucht.

Als Aufsichtsratsmitglied bei den Stadtwerken Sonneberg, eruierten wir in einer Sitzung zusammen mit dem Dienstleister Szenarien, wie schnellstmöglich die Erlebniseinrichtungen des Sonnebades wieder aus dem Notbetrieb in Betrieb zu nehmen sind, um diesen sozialen Treffpunkt endlich zu öffnen.

Am 3. Juni Fahrt über die Autobahn zum Erfurter Landtag zur Fraktion der AfD. Auf der Fahrt denke ich: Grüne Politik ist aufgrund von Temporeduzierung 40 mit vielen unbesetzten Baustellen schon extrem wirksam geworden. Warum erst jetzt Reparaturen und so langsam? In der Landtagsfraktion gibt es gute Gespräche mit Patrioten an der Seite.

Über das Landratsamt Sonneberg kommt eine Information an die Kreistagsfraktionen von der linken Landesregierung, dass eine Brennpunktschule mit über 30 Prozent Migrationsanteil im Gebiet Wolkenrasen dieses Jahr im Umbau nicht gefördert wird. Gerade dort, wo es so notwendig ist. Hier muss weiter agiert werden.

Fußball am Abend. Es spielt „die Mannschaft“ und nicht „die deutsche Nationalmannschaft“. Kaum Lippenbewegung der Spieler bei der Nationalhymne. Der Gegner singt enthusiastisch.

Ich beteilige mich an einer Petition zur Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. Eine Zumutung für die Bürger von Suhl, was stetig im Umfeld passiert. Die Probleme werden nicht gelöst, wenn Verursacher auf andere Kommunen verteilt werden. Dann gibt es dort die Probleme.

Vereinbart wird ein Termin mit der Bürgerinitiative gegen Windenergie. Eine Resolution gegen Windräder wurde von unserer Fraktion im Kreistag schon letztes Jahr bestätigt. Bei Veranstaltungen der Bürgerinitiative war ich schon präsent.

Eine erste Umfrage für den WK 196 wird suggeriert. Spätestens seit den Prognosen und Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, im Vergleich zum Wahlergebnis, halte ich von derartigen Ergebnissen nichts. Ich habe den Eindruck, dass der Kandidat der SPD in den Vordergrund gerückt wird. Der Theorie, dass ehemalige AfD-Wähler den CDU-Kandidaten prozentual hoch wählen, kann ich nicht folgen, da der ehemalige Verfassungsschutzchef 2018 beauftragt hat, die AfD zu überprüfen. Daraus resultiert, dass AfD-Wähler in ihrer Loyalität einen AfD-Kandidaten wählen.

Die Idee der Rente mit 68 kommt auf. Ein unglaublicher Vorgang. Wie lange sollen wir im europäischen Vergleich bei prozentual niedriger Rente noch arbeiten?

Ich will die Probleme der Basis nach Berlin tragen. Das Netzwerk besteht. Für meine Heimat, zum Wohle von Südthüringen, werde ich kämpfen.

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