Jubiläum in Geiersthal Wandern, tanzen und genießen zur 600-Jahrfeier

Elke Schönfelder
Ein Blick auf Geiersthal. Foto: Elke Schönfelder/Elke Schönfelder

Schon 2021 ist Lichtes Ortsteil Geiersthal 600 alt geworden. Heuer wird nun die Feier dazu nachgeholt – in zwei Wochen ein ganzes Wochenende lang.

Idyllisch eingebettet in die Natur liegt Geiersthal und kann da in Ruhe und Beschaulichkeit auf eine 600 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Als Ortsteil von Lichte gehört es nun somit auch zur Stadt Neuhaus am Rennweg. Was mögen die Menschen und die Berge in all den Jahren gesehen haben?

Eigentlich hätte das Jubiläum ja schon 2021 auf dem Plan gestanden. Die Bestimmungen um die Pandemie machten das Vorhaben jedoch unmöglich. So entschied sich das Festkomitee, schweren Herzens aber mit klarem Verstand, dafür, das Fest in 2022 nachzuholen. Und nun ist es endlich soweit. Am 20. und 21. August wird in Geiersthal das Jubiläum gefeiert.

Schon im Vorfeld wurde emsig im Gelände gearbeitet. Einwohner restaurierten die Bühne im Sängerpark. Dem Förderverein Lichte lag der Wiederaufbau der Petersburg am Herzen. Spielgeräte für das Freibad wurden angeschafft, ebenso Wanderhütten und Sitzgelegenheiten im Gelände aufgestellt. Das neuste Projekt allerdings ist die Wiederbelebung des Rundwanderweges „Lichtner Kleeblatt“/Naturpfad Hölltal. Die Strecke ist insgesamt 15 Kilometer lang und erstreckt sich zwischen 538 bis 723 Höhenmetern.

Diavortrag über die Geschichte

Mit dem Start zur Rundwanderung erlebt das Jubiläumswochenende am Samstag, 20. August, zwischen 8.30 und 10.30 Uhr einen sportlichen Auftakt. An diesem Tag ist aber auch das Mogeln erlaubt. Mit einer Fahrt vom Bahnhof Lichte bis Bahnhof Wallendorf mit der Max- und Moritz Bahn kann man dank der offenen Draisine die schönsten Ausblicke genießen. Um 14 Uhr wird das Fest dann offiziell eröffnet – mit Festreden, Grußworten und einem Böllerschießen. Für das Platzkonzert steht die Blaskapelle Cursdorf bereit. Ab 15 Uhr beginnt der Diavortrag über die Geschichte von Geiersthal in der Zeichenschule. Wer schon einmal da ist, sollte es nicht verpassen, die Heimatstuben zu besuchen, die sich im gleichen Gebäude befinden. Der Vortrag wird im Übrigen am Sonntag, 21. August, am selben Ort zur gleichen Zeit wiederholt.

Nachdem der Samstagabend mit der Band „Jojozeit“ einen gewiss fröhlichen Ausklang finden wird, fällt am Sonntagmorgen um 10 Uhr der Startschuss mit einem Frühschoppen. Nur zwei Stunden später stehen dann in der „Bergterrasse“ – im Waldhotel „Feldbachtal“ – schon Wildgulasch, Klöße und Rotkohl auf dem Tisch. Erwünscht sind Vorbestellungen entweder direkt im Hotel (036701)20080 oder im Haarstübchen bei Katrin (036701)61822. Dem Festessen folgt ein musikalischer Nachmittag mit Carsten Kirsch.

Während des gesamten Festwochenendes ist fürs leibliche Wohl gesorgt – ob Kaffee und Kuchen, Eis und ebenso Deftiges vom Grill, und zwar von der Fleischerei nur drei Häuser weiter – also Geiersthaler Kult. Da sauer ja lustig machen soll, sind auch Fischbrötchen im Angebot. Und für den Fall, dass die nichts nützen, kann der Besucher aus einer Vielfalt von Getränken wählen.

Ein reges Markttreiben begleitet das Wochenende ebenfalls mit einem tiefen Einblick in vergangene Zeiten. Der Clan der Eiswölfe aus Oberweißbach/Großbreitenbach, „EinStein“ aus Neuhaus, eine Wahrsagerin, Bogenschützen mit Bogenbauern und Hanna mit kulinarischen Verlockungen aus alten Zeiten werden die Gäste in eine andere Zeit zurückversetzen . Selbst Wikinger geben Geheimnisse ihres Lebens preis.

Nun können die Veranstalter nur noch auf gutes Wetter hoffen.

 

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