Böhlen - Das Hammer-und-Meißel-Staccato, mit dem Sabine Viehrig und Ina Schwerdt bis eben ihrer Steinbildhauerei nachgingen, schweigt jetzt. Gleich 20.30 Uhr und aus den angekippten Fenstern des kleinen Saals der Thüringischen Sommerakademie in Böhlen schwebt leise das wundervolle Violin-Adagio von Johann Sebastian Bachs Solosonate in g-moll übers Dorf. Es ist ein leises Mithör-Privileg, wie es ähnlich nur Besucher des Schlosses Belvedere bei Weimar erleben, wenn dort junge Leute des Musikgymnasiums ihrem Probeneifer folgen.