Arnstadt - Während der Runde Tisch zur Fachhochschule Kunst Arnstadt-Balingen gestern für die Einrichtung selbst wenig Hoffnungsvolles brachte, bemühten sich die Vertreter der Politik, zumindest den Studenten eine Perspektive aufzuzeigen. Zeitgleich, so erklärte Thomas Deufel, Staatsekretär im Thüringer Kultusministerium, fänden Gespräche mit der Bauhaus Universität in Weimar statt, ob diese bereit sei, die Arnstädter Studiengänge anzugliedern. Für die Freie Kunst und das Kommunikationsdesign seien die Angebote dort ziemlich ähnlich und dies deshalb relativ problemlos zu realisieren. Kunsttherapie aber - in Arnstadt ein Thüringer Alleinstellungsmerkmal - müsste mit den bisherigen Studieninhalten angegliedert werden. "Dies wäre eine Lösung nur für Sie", sagte Deufel, "einen dauerhaften Studiengang Kunsttherapie an einer staatlichen Hochschule wird es in Thüringen nicht geben." Das Land könne die Universität allerdings nur fragen, nicht anordnen, so Deufel weiter. Tatsächlich könnten die Studenten von einem Wechsel sogar profitieren, denn an der staatlichen Bildungseinrichtung würden anders als an der privaten keine Studiengebühren fällig.