Böhlen - "Die Sommerakademie in Böhlen darf aus keinem einzigen Grund sterben. Die Totenglocke, die schon mal Laut gab, muss schweigen - auch im nächsten Jahr", sagt am Rande der Vernissage am Freitagabend Dr. Ulrike Uhlig aus Chemnitz. Sie gehört zu den Teilnehmern des diese Woche beginnenden neuen Malkurses mit Markus Tepe. Rechtzeitig war sie bereits am Freitag angereist, um die Vernissage des Kurses der Berliner Künstlerin Bärbel Rothhaar miterleben zu können und deutlich zu machen, wie ihr und all den "fremden Böhlenern", den Einheimischen natürlich auch, der Erhalt der Thüringischen Sommerakademie am Herzen liegt. "Was es hier in Böhlen in der Fabrikbrache gibt, die von Christoph Goelitz und seinen Getreuen zu neuem, kulturvollen Leben erweckt wurde, ist in der deutschlandweiten Szene einmalig und unerreicht. Ich kann dies nach zwölfmaligem Aufenthalt in Böhlen und in fast gleicher Anzahl anderswo sehr real und unbefangen beurteilen", sagt die Freizeitkünstlerin.