Dosdorf - Freitagabend, 19 Uhr. Draußen lässt die Sommerhitze die Menschen schwitzen. So mancher genehmigt sich erst einmal ein kühles Bier. Andere schauen sich die informative Ausstellung über Fledermäuse in der Dosdorfer Kirche an. Die Reihen füllen sich schnell in der St. Otmar-Kirche. Die Bewohner ganz oben im Kirchturm aber lässt das alles ziemlich kalt. Noch rund 800 Große Mausohren hängen dort im wahrsten Sinne des Wortes ab. Nur ab und zu zeigt die Videoübertragung ein leises Flattern. Noch ist die Zeit zur Nahrungssuche nicht gekommen. Es ist wieder internationale Fledermausnacht, in über 30 Ländern. Nabu Ilm-Kreis, Untere Naturschutzbehörde, Interessengemeinschaft Fledermausschutz und -forschung in Thüringen sowie Kirchgemeinde haben zum im Zweijahresrhythmus stattfindenden Treffen geladen. Die Resonanz ist wie immer groß. Nachdem die Kirche in den vergangenen Jahren fast aus den Nähten platzte, wird diesmal erstmals live nach draußen übertragen. "Am 17. August 2001 hatten wir unsere erste Fledermausnacht, waren eine der ersten in Thüringen. Mittlerweile sind wir wohl auch die am längsten andauernde", freut sich Andreas Mehm, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt.