Böhlen - Wenn Beate Schilling über das Thema Alzheimer und Demenz spricht, erkennt der Zuhörer sofort die Leidenschaft, die bei ihr ausbricht. Die ehemalige Pflegedienst-Mitarbeiterin gründete vor vier Jahren den Verein "Abendsonne" in Böhlen und betreut in den Räumlichkeiten des Vereins zusammen mit ihrem Team aus Ehrenamtlichen Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind. "Es ist eine Wahnsinns-Aufgabe, einen psychisch kranken Menschen zu betreuen", sagt Beate Schilling. "Aber es ist auch eine Erfüllung.
Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich helfen kann." Den Namen "Abendsonne" wählte Beate Schilling für ihren Verein, weil er sie an das Leben erinnert. "Auch am Lebensabend kann es ja noch schön sein. Das versuchen wir den Menschen hier zu vermitteln." Bis der Verein so arbeiten konnte, wie er es heute tut, verging viel Zeit. "Am Anfang hatten wir nichts", blickt die Vereinsvorsitzende zurück. "Ich hatte Kontakt mit dem Innenministerium, aber die haben uns nicht für voll genommen. Von denen haben wir gar nichts bekommen. Alles, was jetzt hier ist, haben wir aus Haushaltsauflösungen." Auch ein Beitritt zur Parität habe nicht viel geholfen, klagt sie.
Ilmenau "Da sein, wenn die Welt kleiner wird"
Von Danny Scheler-Stöhr 01.04.2014 - 00:00 Uhr