Ilmenau - Zwar versuchte der Verteidiger des Angeklagten die Aussagen dreier Zeugen am Ende des Strafprozesses in Abrede zu stellen, seinen Mandanten als zur Tatzeit nicht einmal am Tatort gewesen zu präsentieren und die Verletzungen des Opfers als nichtig abzutun, doch bei Ilmenaus Amtsgericht beeindruckte der Auftritt des zur Sache schweigenden Angeklagten und seines Verteidigers nicht. Zu schwer wogen die Erkenntnisse, die Staatsanwaltschaft und Gericht aus den Zeugenaussagen zogen. Ein Mittäter blieb bisher unerkannt. Haftstrafe für einen eindeutig identifizierten Täter aber gab es nun als Konsequenz auf einen brutalen körperlichen Angriff nach einem Club-Besuch gegen zufällige Passanten. Bei einem Opfer aus dieser Begegnung musste die Lippe genäht werden mit bleibenden Folgen, ein anderes trug eine Woche lang einen Schuhabdruck von den Tritten des unbekannten Mittäters auf der Stirn.