Waldau/Suhl - Die Schadsoftware-Attacke auf die Homepage der Verwaltungsgemeinschaft Nahetal-Waldau hat am Wochenende für Wirbel gesorgt. Der Betreiber der Server, auf denen die Internet-Seiten liegen, hatte sich umgehend auf die Suche nach einem möglichen Leck gemacht.
Am Montagvormittag erklärte uns Pressesprecher Lars Gurow, dass nach Prüfung ausgeschlossen werden könne, dass der Fehler beim Web-Hoster Strato liege. Allem Anschein nach sei dem Kunden bzw. jenem, der das Internet-Angebot der Verwaltungsgemeinschaft pflegt, das Passwort abhanden gekommen. Gurow empfiehlt dringend, den Web-Speicherplatz komplett zu löschen und mit einem Schreibschutz zu versehen. Er bietet den Verantwortlichen dazu seine Unterstützung an. Außerdem sollte auch jener Rechner, von welchem aus die Homepage von Nahetal-Waldau administriert wird, auf mögliche Schadsoftware überprüft werden. Auch die Änderung aller Passwörter legt er den Verantwortlichen an Herz.
Am Wochenende war uns bei Recherchen aufgefallen, dass Suchmaschinen vor einem Klick auf die Internet-Adresse der Verwaltungsgemeinschaft warnten. Bei einem Test wurde in der Tat Viren-Alarm ausgelöst. Die Internet-Seite war nach Analyse der Suchmaschine Google in den vergangenen 90 Tagen sieben Mal auf den Index gesetzt worden und wird als verdächtig eingestuft.
Unbekannte hatten offenbar Seiten manipuliert, um Schadsoftware auf Rechner einzuschleusen, welche die Internet-Seite aufrufen. Schadsoftware kann unter anderem dazu führen, dass ein infizierter Computer ausspioniert wird. Häufiger wird jedoch versucht, seine Rechenleistung gemeinsam mit der anderer verseuchter Computer für größere Schadattacken zu nutzen.
Mit mehr als vier Millionen Domains und rund 1,4 Millionen Kundenverträgen ist die Berliner Strato Gruppe der zweitgrößte Webhosting-Anbieter Europas. (maz)
Hildburghausen Hacker-Alarm in Nahetal-Waldau, womöglich Passwortklau
Redaktion 21.09.2009 - 12:16 Uhr