Gera/Nimritz - Am Ende der Gerichtsverhandlung am Montag gibt es Tränen. "Wir haben einen ganz normalen Kindergartenalltag, in dem gelobt, gelacht und auch mal geschimpft wird", sagte eine Erzieherin in Gera vor Gericht. Sie sei entsetzt, dass eine Mutter gesagt habe, sie hätte ihre Tochter geschlagen oder dass Kindern auf dem Töpfchen die Hände zusammengebunden worden wären. "Keine von uns Erzieherinnen hat das gemacht." Das Ende der persönlichen Erklärung, in der sie Selbstzweifel mit Blick auf ihre weitere Arbeit äußert, kann sie nur noch mit tränenerstickter Stimme vorlesen. Auch ihre Kollegin zwei Stühle weiter muss sich Tränen aus den Augen wischen.