Gehlberger Museumspark Durchs undichte Dach tropft Wasser ins Museum

Solange Schnee auf dem Dach des Museums liegt und es kalt bleibt, besteht keine Gefahr. Erst bei Tauwetter, Wind und Regen kann es passieren, dass erneut Wasser in die Räume eindringt. Foto: at

Der Dauerregen der vergangenen Woche hat dem Dach des Gehlberger Museumsparks zugesetzt. Es ist durch die kaputten Schindeln in die Ausstellungsräume gesickert und haben den Boden aufgeweicht. Auch Teile der Decke sind hinabgestürzt.

Gehlberg - Das Brummen der Heizlüfter ist durch das ganze Museum zu hören. Um die Feuchtigkeit aus den oberen Räumen herauszukriegen, hat Martina Schulz die Geräte aufgestellt. Am Mittwoch vergangener Woche hatte die Vorsitzende des Vereins der Gehlberger Glastraditon, der den Museumspark betreibt, den Wasserschaden entdeckt. Durch das kaputte Schindeldach war Regen bis in die Ausstellungsräume gesickert. „Hier standen richtige Pfützen“, sagt sie und zeigt auf eine Stelle, an der sich der erst vor zwei Jahren verlegte Holzboden wellt. Mehrere große Wasserflecken zeichnen sich an der Decke ab. Nebenan ist bereits der Putz hinabgestürzt. „Wir waren gerade fertig mit allem und hatten die Wände weiß gestrichen“, schildert die Museumschefin.

Fast alle anstehenden Arbeiten im Gebäude übernimmt der Glastraditionsverein in Eigenregie – die Dachsanierung allerdings nicht, die fällt in den Aufgabenbereich der Stadt.

Die Ziegeln dafür liegen schon seit Langem parat. Es sind die gleichen, die verwendet wurden, um Teile im hinteren Bereich des Gebäudes dicht zu kriegen. Um das immer wieder notdürftig reparierte Dach des Haupthauses zu sanieren, fehlte dann das Geld. „Wir hatten zugestimmt, dass die Sanierung über mehrere Jahre gestaffelt wird. Dass mit dem Wasserschaden konnt niemand ahnen“, sagt Martina Schulz.

Ende der Woche habe sich Finanzdezernent Erik Reigl für einen Vor-Ort-Termin angekündigt, sagt Ortsteilbürgermeister Rainer Gier. Er hofft, dass das Geld, das 2023 mit der neuen Leader-Förderperiode für eine Dachsanierung zur Verfügung stehen soll, bereits in diesem Jahr ausgegeben werden kann. Auch eine Kreditaufnahme wäre denkbar, damit der Schaden nicht noch größer wird. „Der Museumspark ist das Highlight des Ortes“, betont Rainer Gier. at

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