Fußball-Vorschau Ein schwer ausrechenbarer Gegner

Berit Richter
Heimspiel: Beim FSV Martinroda ist man froh, trotz das kürzlich aufgetreten Coronafalls am Samstag auflaufen zu können. Foto: Pavel Chatterjee

Der FSV Martinroda ist in Sachen Corona diese Woche glimpflich davon gekommen. Besetzungs­sorgen plagen den Fußball-Oberligisten vor seinem Heimspiel gegen Halle aber trotzdem.

Martinroda - Als letzten Samstag kurzfristig die Absage des Punktspiels in Nordhausen aufgrund eines Coronafalls in der Martinrodaer Mannschaft erfolgen musste, war der Schock groß. Nun konnte Trainer Robin Krüger Entwarnung geben. „Wir sind glimpflich davongekommen. Es hat sich offensichtlich nur ein Spieler infiziert und dieser auch niemand anderes angesteckt“, sagte er am Donnerstag. Das Spiel der Oberliga Nordost/Süd am Samstag gegen den VfL Halle 96 kann also, zumindest nach aktuellem Stand, wie geplant ab 14 Uhr stattfinden.

Anders als Rot-Weiß Erfurt, das eine vierzehntägige Quarantäne durchstehen muss, konnte man in Martinroda bereits am Dienstag das Training wieder aufnehmen. „Wir waren nur vier Tage von Quarantäne betroffen“, so Robin Krüger. Besetzungssorgen plagen den Trainer trotzdem. Neben dem Langzeitverletzten Toby Metzmacher fällt auch Jannis Zimmermann erneut aus. Dessen Knieprobleme vom Saisonbeginn schienen überwunden, sind nun aber erneut aufgetreten.

Benjamin Hertel hat mittlerweile das Aufbautraining aufgenommen. „Aber für ihn kommt das Spiel noch zu früh“, so Robin Krüger. Zudem fehlt Kaoa Kahlef aus persönlich Gründen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Liam Floßmann, der Oberschenkelprobleme hat, und Julius Benkenstein, dem nach überstandenen Oberschenkelverletzung nun eine Erkältung – „zum Glück kein Corona“, so der Trainer – plagt. „Bei unserem kleinen Kader fallen solch Ausfälle natürlich ins Gewicht“, weiß er.

Nach zuletzt zwei sieglosen Punktspielen brauchen die Martinrodaer dringend jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt, haben es nun aber mit einem besonders schwer ausrechenbaren Gegner zu tun. „Vor der Saison hätte man Halle auch aufgrund des Kaders zu den Favoriten gezählt“, sagt Robin Krüger. Doch der VfL spielte bisher überraschend inkonstant. Drei Erfolge, vier Unentschieden und zwei Niederlagen stehen zu Buche – macht unterm Strich Platz neun und mit 13:12 ein fast ausgeglichenes Torverhältnis. Allerdings hatte man es auch überwiegend mit Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel zu tun, trotzte unter anderem Erfurt und Plauen jeweils einen Punkt ab, was die Ergebnisse dann doch in etwas besserem Licht erscheinen lässt. Anderseits blamierte man sich im Landespokal Sachsen-Anhalts gegen einen Verbandsligisten. Wobei hinterher weniger das 3:4-Ergebnis als die Einstellung bemängelt wurde.

Der Gegner sei momentan schwer ausrechenbar, findet Robin Krüger. Zumal noch ein Trainerwechsel dazu kommt, welchen die Hallenser vor zwei Wochen nach der Pokalniederlage überraschend vollzogen. Coach Rene Behring wurde durch die Interimslösung Gilbert Hernandez ersetzt. Dies zeigte letzte Woche beim 2:2 im Derby gegen Sandersdorf zumindest teilweise Wirkung, lässt aber nun Fragen nach der taktischen Ausrichtung offen.

Die beiden bisherigen Oberliga-Duelle gegen den FSV Martinroda konnte Halle jeweils für sich entscheiden. Vor zwei Jahren gewann der VfL in Martinroda durch ein frühes Tor mit 1:0. Im August 2020 gab es ein 3:0 in Halle. Vor allem auf den damaligen Doppel-Torschützen Tommy Kind werden die Martinrodaer auch diesmal aufpassen müssen. Mit neun Treffern liegt er schon wieder auf Platz drei der Oberliga-Torschützenliste.

 

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