Fußball-Stadtmeisterschaft Rotteröder Raubritter landen Pokalcoup

Maximilian Döll
Beutezug beendet: Die Rotteröder Raubritter mit ihrem Pokal von den Steinbach-Hallenberger Stadtmeisterschaften. Foto: privat/privat

Die vergangenes Wochenende ausgetragene Steinbach-Hallenberger Fußball-Stadtmeisterschaft war ein voller Erfolg. Der Spaß stand im Vordergrund, aber die Sieger aus Rotterode freuten sich dennoch diebisch über ihren besonderen Coup.

Erstmals seit mehreren Jahren wurde wieder eine Steinbach-Hallenberger Fußball-Stadtmeisterschaft ausgetragen. Diesmal nicht in der Halle, das war eine Premiere. Insgesamt hatten knapp 300 Spieler, Helfer und Zuschauer den Weg in die Hergeser Menz-Arena gefunden. Die Teams der Ortsteile – nur Altersbach musste passen – hatten teils alte Trikots herausgesucht aus den Zeiten, als alle noch eigene Mannschaften im Spielbetrieb hatten. Spieler, die normalerweise gemeinsam in den Mannschafte aus dem Haselgrund Fußball spielen, standen sich plötzlich als Gegner gegenüber. „Die Idee, dass die Spieler für den Ortsteil spielen, wo sie auch wohnen, ist gut gelungen und wurde mit dem ein oder anderen Joker bestmöglich umgesetzt. Natürlich fällt nach der Vorrunde nach den ersten Spielen der Druck ab, wenn man sieht das soweit alles läuft“, so Organisator Maximilian Döll. „Ich finde, dass die Veranstaltung alles in allem gelungen ist. Man kann jetzt schon sagen, dass eine große Summe für den fußballerischen Nachwuchs zusammen gekommen ist.“

Der Spaß stand allgemein im Vordergrund. Moderator Siegmar Schuckay kündigte das verspätete Erscheinen der Rotteröder Raubritter mit einem Augenzwinkern an, dass sie bereits am Vormittag auf erfolgreichem Beutezug waren. Natürlich ließen es sich auch die Ortsteilbürgermeister oder Bürgermeisterinnen aus Viernau, Altersbach, Rotterode, Steinbach-Hallenberg, Unterschönau und Bermbach nicht nehmen, ihre Teams anzufeuern. Als besonderer Gast schaute auch Phillip König zu. Der gebürtige Steinbach-Hallenberger stürmt in der kommenden Saison als Neuzugang beim MSV Duisburg in der 3. Liga. Ob er sich ein paar Tricks hat abschauen können?

Bei heißen Temperaturen – natürlich wurden auch die obligatorischen Trinkpausen eingelegt – war es ein faires Turnier mit nur zwei Gelben Karten. Die hatten übrigens einen Beitrag in die Spendenbox für den fußballerischen Nachwuchs im Haselgrund zur Folge – eine sehr gute Idee. In der Vorrundengruppe A ging es äußerst spannend zu. Vorwärts/Rückwärts Unterschönau und Steinbach Ost lagen punkt- und torgleich vorne. Ein Neunmeterschießen musste über den Gruppensieg entscheiden. Hier setzte sich Unterschönau 6:5 durch. Empor Herges wurde Dritter vor Motor Oberschönau. Die Gruppe B entschied Steinbach West für sich vor den Rotteröder Raubrittern und dem Gagensturm aus Viernau und Traktor Bermbach.

In den Halbfinals setzten sich Rotterode (2:0 gegen Unterschönau) und Steinbach West (1:0 gegen Steinbach Ost) durch. Alle Platzierungen wurden ausgespielt. Oberschönau wurde Siebter nach einem 2:0-Sieg gegen Herges und für Bermbach (2:0 gegen den Viernauer Gagensturm) gab es Rang fünf. Im Spiel um Platz drei setzte sich Steinbach Ost 3:2 nach Neunmeterschießen gegen Unterschönau durch. Das Finale blieb erst mal torlos. Keiner wollte einen Fehler machen und das gelang auch. So musste auch hier die Entscheidung vom Punkt fallen. Und hier setzten sich die Raubritter 3:2 durch. Den entscheidenden Neunmeter verwandelte Daniel Schindler. Der meinte hinterher, dass die Tatsache, dass er gemeinsam mit seinem Sohn Jake und seiner Tochter Elena auf dem Platz stehen konnte, ihn besonders stolz mache. Kurz vor 18 Uhr hatten dann die Rotteröder Raubritter ihren nächsten Beutezug vollendet und konnte den neu geschaffenen Wanderpokal, der die Hallenburg abbildet, in die Höhe strecken. Dieser wird zukünftig mit Bild der Siegermannschaft in der Steinbacher Tourist-Info ausgestellt werden.

Steffi Hutterer, Nachwuchsleiterin der SG Viernau/Steinbach, freute sich natürlich, dass so viel Geld für die Nachwuchsarbeit zusammenkam. „Vielen Dank an Maximilian Döll! Es war eine tolle Idee die Stadtmeisterschaft in den Sommer zu verschieben. Man konnte nach zwei Jahren endlich wieder um den Stadtpokal kämpfen, dass auch bei allen sehr guten Anklang fand. Ob auf dem Spielfeld oder bei den Aktionen für den Nachwuchs neben dem Platz, einfach toll. Eine großes Dankeschön geht an alle Helfer, die dass Event zu einem vollen Erfolg gemacht haben“, sagte sie. „ Die Einnahmen kommen in vollem Umfang unserem Nachwuchs zu Gute. Wir freuen uns schon auf dass nächste Jahr.“ Auch Marcel Bischoff (Kapitän Steinbach West) war voll des Lobes. „Das Turnier hat genau für das gesorgt, für das es geplant war. Ein familiärer Fußballnachmittag in der Menz-Arena, bei dem der Fokus auf dem Spaß lag und Spielerinnen und Spieler befreit kicken konnten, was man denke ich auch an der Qualität aller Mannschaften sehen konnte. Es war durchweg fair und die Schiedsrichter mussten bei heißen Temperaturen auf dem Kunstrasen keine große Arbeit verrichten“, meinte er. Auch Alexander Fischer (Kapitän Vorwärts/Rückwärts Unterschönau) und Tommy Holland-Nell (Gagensturm Viernau) sprachen von einem schönen Event. Valentin Recknagel, der Chef-Raubritter (Teamkapitän) brachte es auf den Punkt. „Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Für mich bleiben, nicht nur wegen dem Sieg, ausschließlich positive Erinnerungen. Es ist auf den Plätzen alles sehr fair abgelaufen, alle hatten, soweit ich das einschätzen kann, viel Spaß und das Wetter hat auch mitgespielt. Zudem war es für mich eine neue Erfahrung für mein Dorf anzutreten und in einer Mannschaft zu spielen, die sonst nie zusammenspielen würde. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass auch viele Zuschauer gekommen sind und ich altbekannte Gesichter getroffen habe, die ich ohne das Turnier wahrscheinlich nicht gesehen hätte. Wie gesagt, ein sehr gelungener Tag, der mit dem Turniersieg perfekt abgerundet wurde. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr und hoffe, dass es den anderen Teams auch so geht.“

 

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