Fußball, Regionalliga Krawalle und sechs Festnahmen in Jena

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Chaoten im Cottbus-Block. Foto: red

Schwere Ausschreitungen überschatten die Partie in der Fußball-Regionalliga. Energie-Präsident entschuldigt sich.

Während des Regionalliga-Spiels zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus (1:1) ist es zu Krawallen und sechs Festnahmen gekommen. Fans beider Fußball-Clubs müssen sich nach Angaben der Polizei für Landfriedensbruch, Verstöße gegen das Versammlungs- und Sprengstoffgesetz, tätliche Angriffe auf Polizeibeamte sowie wegen Diebstahls, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung verantworten. Insgesamt waren am Mittwochabend  4436 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena.

Eine körperliche Auseinandersetzung konnte die Polizei nur mit dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken unterbinden. Auf dem Weg zum Block sollen sich mehrere Fans der Gäste vermummt haben und in den Heimbereich eingedrungen sein. Fans der heimischen Ultragruppierung sollen bereits für eine körperliche Auseinandersetzung bereitgestanden haben. Im Anschluss versuchten ungefähr 60 Heimfans über die Haupttribüne zum Gästeblock zu gelangen. Der Polizei gelang es jedoch dies zu unterbinden und die Gemüter zu beruhigen.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit kam es zum Höhepunkt der vielen Ausschreitungen. Vermummte Fans zündeten im Gästeblock Pyrotechnik und feuerten diese in den Heimbereich. Das Spiel musste daraufhin für 17 Minuten unterbrochen werden. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Es gab verletzte Zuschauer.

Sebastian Lemke, Präsident von Energie Cottbus, reagierte fassungslos auf die Ausschreitungen: „Wenn man einfach so, den Schaden für Leib und Wohl anderer Menschen in Kauf nimmt, ist das absolut unverständlich. Das ist nicht zu akzeptieren“, sagte er rbb/24. Er distanziere sich „ganz klar“ von den Ereignissen. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) ließ offen, ob er ein Ermittlungsverfahren einleitet.

 

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