Zwei Jahre nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges vollendet der Maler Anton von Werner ein repräsentatives Feldherrenporträt des Generalstabchefs Helmuth von Moltke. Hoch zu Ross blickt der Feldmarschall von einem Hügel hinab ins Tal, wo er in der Ferne die französische Hauptstadt Paris erblickt. Entscheidend aber ist ein Detail am Bildrand. Während sich Moltke mit eigenen Augen einen Überblick über das Terrain verschafft, errichten Soldaten eine Telegrafenleitung zur raschen Nachrichtenübermittlung. Moltke wird demnach als ein Feldherr gezeigt, dessen strategisches Geschick nicht allein auf klassischer Kriegskunst, sondern auch auf dem Einsatz neuster Technik beruht.
Feuilleton Trommel und Trommelfeuer
Klaus Grimberg 15.09.2020 - 00:00 Uhr