Die Himmelsscheibe von Nebra bleibt unter Wissenschaftlern ein Streitobjekt. Die Studie eines 13-köpfigen Forscherteams, wonach die Scheibe aus der Bronzezeit stammt, überzeugt die Prähistoriker Rupert Gebhard und Rüdiger Krause aus München und Frankfurt/Main nicht. In dem Artikel "Kritische Anmerkungen zum Fundkomplex der sog. Himmelsscheibe von Nebra" (erschienen in den Archäologische Informationen Nr. 43) hatten sie behauptet, dass der Hortfund keinen "geschlossenen Fund" darstelle, die Himmelsscheibe möglicherweise gar nicht vom ermittelten Fundort stamme und somit als Einzelfund ohne Kontext in die Eisenzeit gehöre und etwa 1000 Jahre jünger sei als bisher angenommen.